Samstag, 9. Juni 2018

Zermürbend und verheerend


Es ist  nicht nur zermürbend, was sich seit der Rückweisung der sogenannten Handreichung der deutschen Bischöfe an Unkenntnis offenbart, es ist auch verheerend, wenn man sieht, wie sich nicht wenige Lutheraner und  Katholiken als charakterlich äußerst mangelhaft in Bezug auf ein gutes, natürlich geistliches Gewissen “outen” und sich dabei zu mehr als zweifelhaften liturgischen Praktiken bekennen.
Da durfte ich u.a.  von einer pensionierten ev. Pastorin lesen, die sich ohne jegliches Unrechtbewußtsein(!) die heilige Eucharistie mit angeblicher Zustimmung ihr bekannter Priester erschleicht, von Katholiken, die irgendwas von gemeinsamen Abendmahl dahinfaseln und das Wort Eucharistie weder buchstabieren, geschweige denn sinnvoll erklären können und niemand denkt auch nur im geringsten daran, überhaupt einmal zur Beichte zu gehen, um den geforderten Gnadenstand zum Empfang der Hl. Kommunion zu erreichen.
Und das Schlimmste: Niemand dieser verbissenen  Ich- will –gefälligst –die- katholische- Kommunion – Schreier kann ehrlich sagen, daß er wahrhaftig daran glaubt, daß die Hl. Hostie durch die Wandlung zum wahren Leib Christi geworden ist.
Dieser von Seiten der DBK gescheiterte Protestantisierungsversuch, der letztlich auch einem stets indifferent agierendem Papst zu verdanken ist, da er aus welchen Gründen auch immer bis vor kurzem noch unerfüllbare Hoffnungen geweckt hat (weil es hier, wie Kardinal Woelki zu Fronleichnam in noch nie da gewesener und völlig gerechtfertigter  Inbrunst verkündet hat, um Leben und Tod geht), offenbart nun, wie heruntergekommen und verwahrlost der kärgliche Rest dessen, was sich noch deutschsprachige katholische Kirche nennt, mittlerweile schon geworden ist.
Ja, ich bin sauer und ich bin traurig.
Traurig über meine lieben Mitbrüder- und Schwestern, traurig über einen deutschen Kardinal, der nicht nur selbst wie ein Lemming am Rande eines Abgrunds steht sondern auch seine Herde, ohne jegliche Bedenken sowie zu Gunsten eines kurzen Beifalls von falscher Seite hinunterstürzen will.
Und traurig bin ich auch wegen jener evangelischen Mitchristen, die sich hier mit Gewalt etwas erzwingen wollen, was selbst gläubigen Katholiken nur unter bestimmten Voraussetzung als Gnade gewährt wird- ja, gewährt; denn es ist nach wie vor eine Gnade, die Hl. Kommunion empfangen zu dürfen und nicht eine einforderbare Selbstverständlichkeit, sodaß man dann nach dem Agnus Dei vorprescht, sich die Hostie mehr oder weniger nimmt und dann acht- und respektlos auf ihr herumkaut, wie ein Schaf auf einem altbackenem Brotstück.
Aber das wird’s wohl sein: Wer nicht aus tiefstem Herzen an die Eucharistie glaubt, weiß auch nicht zu schätzen, was er hier in den Mund genommen hat.
Es gibt viele Möglichkeiten, in ökumenischer Geschwisterlichkeit mit den Protestanten zu feiern.
Die Heilige Eucharistie ist keine davon und wer dies dennoch behauptet oder sogar praktiziert, begeht m.E. nicht nur selbst eine Sünde sondern er verführt auch seine Geschwister.




mit Gesicht hinter Monstranz
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