Donnerstag, 5. April 2018

Kopftuchverbot für Kinder




Da ist es, das Reizwort dieser Tage, von dem eigentlich alle wissen (sollten), daß gerade dieses spezielle Kopftuch lediglich dazu dient, die sexuellen Reize einer muslimischen Frau zu verhüllen, damit der offensichtlich ständig paarungsbereite muslimische Mann nicht in Versuchung geführet werde, sich an jeder sich ihm (zufällig) nähernden Frau zu bedienen. Die Betonung liegt auf Frau.  

Und nun kommt unsere ganz böse Regierung daher und möchte ein Kopftuchverbot über 6-11 jährige Mädchen, Kinder, verhängen.
Völlig klar, daß sich die islamische Glaubensgemeinschaft mit ihrem “First Kopftuch“ an der Spitze hier entschieden dagegen stellt und festhält:


»…Das Thema Kopftuch sollte sich demnach erst ab der Religionsmündigkeit stellen. Dieses sei mit der körperlichen und geistigen Reife definiert, also jeweils ein sehr individueller Prozess. Längst habe sich innermuslimisch die Erkenntnis durchgesetzt, dass das Selbstbestimmungsrecht von Mädchen und Frauen auf jeden Fall zu beachten sei und keinerlei Zwang ausgeübt werden dürfe…«   Quelle


Weiters wird auch noch betont, daß dieses “Phänomen” weitesgehendst unbekannt sei und :


»…."Unter Musliminnen und Muslimen macht sich unabhängig vom Grad ihrer Religiosität tiefes Unbehagen und Sorge breit, dass die derzeitige Politik Ressentiments und Ängste im Zusammenhang mit vielfältigen Phänomenen gesellschaftlichen Wandels fördert anstatt sie abzubauen und dabei vor allem das Feindbild Islam bedient", schreibt Baghajati. "Als Teil der Gesellschaft wünschen wir uns aber von der Regierung, dass man sich konstruktiv und sachlich den real anstehenden Herausforderungen widmet.

"Gerade auf den Köpfen von Kindern darf keine populistische Politik betrieben werden. Wir setzen auf den Weg des Dialogs. In diesem Sinne erwarten wir uns eine Einbindung bei solchen die Musliminnen und Muslime direkt betreffenden Fragen seitens der Politik", heißt es in der Stellungnahme.« 

Quelle



Ahja!
Welch eine schizophrene Aussage: Einerseits handelte es sich um Randphänomene aber andererseits wird impliziert, daß sehr wohl ein gesellschaftlicher Wandel(!) mit all seinen Phänomenen stattfinde, die man mit anderen Worten als jenen der dauersäuselnden Frau Baghajati ausgedrückt, gefälligst zu akzeptieren habe.
Nichts anderes steht hinter dieser schön verpackten aber leider dennoch Hiobs –bis Drohbotschaft, deren Übermittlerin - wie immer-  auch gleichzeitig mit der Islamophobie Opferkeule zu schwingen weiß.
Deutschlands Merkel würde wohl sagen: Nun haben sie die Kopftücher halt mal auf .

Die Regierung Kurz sagt das nicht.
Und ich bin froh darüber.

Wenn jetzt oppositionsnahe Vorfeldorganisationen eifrigst bemüht sind, zu erklären, daß ohnehin nur ganz ganz wenige kleine Mädchen Kopftücher tragen (müssen) und diese Problematik eigentlich unbekannt sei – umso besser!
Dann wird ja mit diesem Verbot  so gut wie niemandem geschadet. Aber man kann rechtzeitig verhindern, daß durch den von Frau Baghajati angedrohten und durch die Massenzuwanderung reell bedingten gesellschaftlichen Wandel, tatsächlich daraus ein Massenphänomen wird.

Das demonstrativ getragene Kopftuch ist kein religiöses Symbol.

Es ist sowohl ein Frauen auferlegtes Verhütungsmittel als auch der weithin sichtbare undezente Hinweis:
Unter diesem Kopftuch steckt etwas Begehrenswertes.
Auf dem Kopf unter minderjähriger Mädchen hat es jedenfalls nichts verloren und ein Staat ist dazu verpflichtet, Kinder zu schützen.

Die oben  geforderte Einbindung der Muslime in dieser Angelegenheit sollte somit wohl eher in einer Einschulung jener (muslimischen) Männer bestehen, die beim Anblick unverhüllter Kinder(!) bereits sexuelles Erregungspotenzial vermuten oder gar sehen.

Eigentlich bin ich es wirklich leid, daß man im 21. Jahrhundert über etwas derart Verblödetes diskutieren muß.
Ich bin es auch leid, daß in so einer Diskussion dann in unverbesserlicher Ahnungslosigkeit immer wieder auf das Tragen von Kopftüchern älterer Generationen, den Habit von Nonnen oder gar das Kreuz verwiesen wird. Nichts von alledem ist mit dem islamischen Kopftuch vergleichbar.


Anscheinend ist es aber immer wieder nötig, dieser völlig indolenten und ahnungslosen Toleranzgesellschaft mit Gesetzen auf die Beine zu helfen, weil es sonst mit all der Toleranz tatsächlich bald ein Ende haben könnte.


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