Montag, 12. Februar 2018

Der löchrige alte Eimer

Eine Betrachtung am Rosenmontag



In meiner Kindheit bzw. Jugend in den Siebzigerjahren da waren die Unterhaltungsansprüche an den Fasching und ähnliche Lustbarkeiten noch eher bescheiden, ja sogar harmlos und dennoch erinnere ich mich gerade dieser Tage an ein damals äußerst beliebtes Lied, welches auf keiner Party, in keiner lustigen TV Show und auf keinem Klassenabend zwecks Lukrierung von Einnahmen für diverse schulische Unternehmungen fehlen durfte:
Ein Loch ist im Eimer erstmals in deutsch gesungen vom Medium Terzett, welches auch wiederum in keiner anständigen Fernsehshow, wie z. B. dem “Blauen Bock”  fehlen durfte.
löchriger Eimer
Da besingen Henry und Karl Otto also, wie sie aus einem alten löchrigen Eimer wieder einen funktionierenden Wasserbehälter machen wollen und der Clou der Geschichte: Es kann nicht gelingen, denn das Problem ist der löchrige alte Eimer, den man besser entsorgt hätte, als ihn auf Teufel komm raus mit nicht geeigneten Utensilien aufzupeppen und so landet man nach allen Mühen wieder dort, wo man angefangen hat. beim löchrigen alten Eimer, da capo…open end… u.s.w.u.s.f….bis in alle Ewigkeit.
Das hat uns erheitert, da konnten wir lachen und dachten uns nicht viel dabei.
Heute scheint mir dieses Lied, wenn ich zu den deutschen Nachbarn blicke, wie eine dystopische Prophezeiung und ein Mantra dieser Tage:
Niemand sieht sich im Stande, den alten Kübel, der nur noch Schaden anrichtet,  mit einem kräftigen Fußtritt auf die Müllkippe zu befördern.
Der löchrige Eimer muß Eimer bleiben und die ganze Chose unter Wasser setzen, gell?





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