Sonntag, 31. Dezember 2017

Schluß mit diesem Jahr



Silvesternachmittag.
Draußen laufen schon die lieben Kleinen unserer asylberechtigten Nachbarn mit einem Sack voll Knallern und ähnlichem Detonationsmaterial herum. Sie sind offensichtlich eifrigst bemüht, ihre in eindrücklichsten Geschichten geschilderten Kriegs- Flucht-Traumata in Form von unter schallendem Gelächter begleitetem, sinnlosem Geböllere zu hegen und zu pflegen.
Gott sei Dank, daß wir heute so mildes und sonniges Wetter haben, sonst würden sie sich womöglich verkühlen und die Böller und Raketen könnten nicht so leicht entflammt werden.
Und während also draußen der ganz normale Silvesterwahnsinn so langsam in die Gänge kommt, lasse ich mir die Neujahrsansprache der deutschen Märchentante Merkel   Immernochkanzlerin Angela Merkel durchs Gemüt gehen. Einige Zeitungen, auch hier in Österreich, waren so freundlich uns dieses Meisterwerk der deutschen Redekunst vorab zu drucken, damit wir darüber reflektieren können, wie gut es die mächtigste Frau der Welt mit uns allen doch meint.

»….Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land, in dem die Werte unseres Grundgesetzes gelebt werden. Ein Land, das stark und wirtschaftlich erfolgreich ist. In dem noch nie so viele Menschen Arbeit hatten wie heute. Ein Land mit einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft, mit einem starken Zusammenhalt, in dem sich tagtäglich Millionen Menschen ehrenamtlich für andere engagieren, zum Beispiel im Sport, für Kranke und Schwache oder auch in der Flüchtlingshilfe.
Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben. Die nicht mit dem Tempo unserer Zeit mitkommen. Die sehen, dass es ihre Kinder in die Großstädte zieht und sie allein bleiben, in Gebieten, in denen vom Einkauf bis zum Arztbesuch der Alltag immer schwieriger wird. Die sich sorgen, dass es zu viel Kriminalität und Gewalt gibt. Die sich fragen, wie wir die Zuwanderung in unser Land ordnen und steuern können.
Beides sind Realitäten in unserem Land: der Erfolg und die Zuversicht, aber auch die Ängste und die Zweifel. Für mich ist beides Ansporn. Denn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben uns Politikern den Auftrag gegeben, uns um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und da bei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Auge zu haben. Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden…..u.s.w.u.s.f….«
Quelle




Donnerwetter!
Da hat aber jemand wirklich den Durchblick punkto  Realität, die da als einerseits Erfolg und Zuversicht positiv unterstrichen und als Ängste und Zweifel negativ besetzt wird.
Es geht also nicht um existierenden Terror und Kriminalität, nicht um Mord und Totschlag, alles neue Erfahrungen, die in Deutschland und darüber hinaus nunmehr zur alltäglichen Realität geworden sind, nein, es sind lediglich Ängste und Zweifel.
Und nichts ist leichter für eine so großartige Politikerin als uns über Ängste und Zweifel hinwegzutrösten. Womöglich
hätte es all die Anschläge, Frauenmorde und in letzter Minute dank Razzien verhinderten  Attentate der letzten beiden Jahre auch ohne jene bedingungslose historische Einladung an eben auch jene, die uns doch nicht so lieben, wie wir sie willkommen geheißen haben, gegeben.
Würden wir überhaupt nur ein bißchen positiver, aufgeschlossener, selbstloser und weltoffener sein, wäre vielleicht auch nie ein Breitscheidplatz oder Silvester in Köln passiert.
Wenn man es nur so ruhig und besonnen wie Frau Merkel betrachtet, sind derlei Vorkommnisse doch lediglich ein angemessenes Opfer für genau diesen  großen Auftrag, den sie -  sofern sie es irgendwann nächstes Jahr schaffen sollte, eine  Regierung unter ihrer Fittiche zu bilden- zu erfüllen gedenkt.
Gesundheit und Kraft für das Jahr 2018 wünscht heute via TV die mächtigste Frau der Welt denen, die schon lange genug  da sind, alles zu bezahlen, um jene, die unlängst von ihr eingeladen worden sind, angemessen zu bewirten.
Gesundheit und Kraft, das wird ganz Europa nicht nur 2018 sonder noch Jahrzehnte darüber hinaus benötigen, um dieses Schlamassel auszubaden.
Und für heute brauche ich noch Ohropax und gute Nerven, um mit viel Geduld und Liebe das sinnlose Geböllere unserer lieben kleinen, minderjährigen und traumatisierten Kriegsflüchtlinge zu ertragen.
Einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünsche ich allen und daß uns die bittere Realität nächstes Jahr weniger oft Zweifel und Ängste bescheren möge.

Nebelweg




Kommentare:

  1. ich bewundere Deinen heroischen Masochismus, mit dem Du Dir den (geschäftsführend!) amtierenden deutschen Alptraum antust (könnte ich nicht!), -- und wünsche Dir und den Deinen Gottes Segen fürs neue Jahr !

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    1. Vielen Dank! Ebenfalls Gottes Segen für ein gesundes Neues Jahr !

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