Sonntag, 17. Dezember 2017

Gaudete!



Heute am dritten Adventsonntag ist also Freude angesagt.
Freut euch der Herr ist nahe!

Passend zu dieser angekündigten Freude heute auch das Wetter samt dazugehörigem Lied – Leise rieselt der Schnee…u.s.w. …...freue dich Christkind kommt bald. 

Aber im Ernst. Der dritte Sonntag im Advent, der Sonntag Gaudete besticht durch seine zartrosa Farbe sowohl mit der dritten Kerze am Adventkranz und auch mit den zartrosa liturgischen Messgewändern.



Wiki Adventkranz mit Gaudete Kerze


Wenn wir auch in Zeiten wie diesen anscheinend wenig Grund zur Freude haben, so sollen wir doch voll Zuversicht und Freude auf das bevorstehende Ereignis schauen:
Ein Kind wird uns geboren werden, ein göttliches Kind, richtigerweise -der Sohn Gottes. Alle Hoffnung liegt in diesem Kind – wie in jedem Kind-  und für viele wird dieses Kind aus Israel lebensverändernd sein, damals wie heute. Wer mit Christus geht, wird immer das Licht, die Freude und die Hoffnung in sich tragen aber er wird - ebenso damals wie heute-  verfolgt, verspottet und oft sogar getötet werden, genau aus diesem Grund, weil die Finsternisse dieser Welt nicht erhellt werden wollen und weil durch Christus hell und schön wird, was vorher grau und häßlich war.


Liebe Brüder und Schwestern!benedikt-xvi-gaudete mit Marini

»…..Manch einer fragt sich: ist aber heute diese Freude noch möglich? Die Antwort geben mit ihrem Leben Männer und Frauen jeden Alters und jeder sozialen Herkunft, die glücklich sind, ihre Existenz den anderen zu weihen! War die sel. Mutter Teresa von Kalkutta etwa nicht in unseren Zeiten eine unvergeßliche Zeugin der wahren Freude, die dem Evangelium entspringt? Sie kam Tag für Tag in Berührung mit Armut, menschlichem Elend, Tod. Ihre Seele hat die Prüfung der dunklen Nacht des Glaubens erfahren, und dennoch hat sie allen das Lächeln Gottes geschenkt. In einer ihrer Schriften lesen wir: »Wir erwarten mit Ungeduld das Paradies, wo Gott ist, aber es liegt in unserer Macht, schon hier unten und von diesem Augenblick an im Paradies zu sein. Mit Gott glücklich zu sein bedeutet: lieben wie er, helfen wie er, geben wie er, dienen wie er« (La gioia di darsi agli altri, Ed. Paoline, 1987, S. 143). Ja, die Freude kommt in das Herz dessen, der sich in den Dienst der Geringen und Armen stellt. In dem, der so liebt, nimmt Gott Wohnung, und die Seele ist erfüllt von Freude. Macht man hingegen aus der Freude einen Götzen, so schlägt man den falschen Weg ein, und es ist wirklich schwer, die Freude zu finden, von der Jesus spricht. Dies ist leider das Angebot jener Kulturen, die die individuelle Freude an die Stelle Gottes setzen, eine Denkart, die sinnbildlich zum Ausdruck kommt in der Suche nach Vergnügen um jeden Preis, in der Verbreitung des Drogenkonsums als Flucht, als Zuflucht in künstliche Paradiese, die sich dann als völlig illusorisch erweisen.

Liebe Brüder und Schwestern, auch an Weihnachten kann man den falschen Weg einschlagen, das wahre Fest mit jenem verwechseln, das das Herz nicht für die Freude Christi öffnet. Die Jungfrau Maria helfe allen Christen und den Menschen, die auf der Suche nach Gott sind, nach Betlehem zu kommen, um dem Kinde zu begegnen, das für uns, für das Heil und Glück aller Menschen geboren ist.

ANGELUS Petersplatz 16. Dezember 2007



Nur Tiara und Hand hinter Girlande



In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten dritten Adventsonntag Gaudete!


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