Freitag, 15. Dezember 2017

Dinge, …



…..mit denen sich wieder einmal mehr oder weniger der Ruhm der katholischen Kirche in den letzten Tagen selbst untergraben hat.
Zum ersten, war das ein twitternder Caritaspräsident, welcher sichtlich hocherfreut auf den österreichischen Verfassungsgerichtshof sein Bierglas hob und somit beim “zwitschern”  mehr oder weniger direkt die Einführung des rechtlich legalisierten Schwulenkonkubinats begrüßte. Ja, ich nenne es bewußt Konkubinat; denn eine Ehe wird das niemals sein und wenn tausend Verfassungsurteile wider jegliche biologisch wissenschaftliche Erkenntnisse urteilen – etwas, das man ja bisher eigentlich nur von den Religionen kannte, gell?

»Positive Kirchenstimmen zur Homo-Ehe

Die Ehe-Öffnung für Homosexuelle stößt in christlichen Kreisen nicht nur auf Kritik. Bei den Katholiken hat sich Kardinal Christoph Schönborn zuletzt ablehnend gezeigt, die Katholische Aktion äußerte sich differenzierter, und Caritas-Präsident Michael Landau lobte sogar den Verfassungsgerichtshof. Auf evangelischer Seite begrüßte Bischof Michael Bünker die Entscheidung. Landau: „Gerichte sprechen Recht. Ihr untadeliger Ruf und ihre Integrität sind von höchster Bedeutung.“ Es gebe viele gute Gründe, „gerade in fordernden Zeiten auf den #VfGH ein Bier zu trinken“, twitterte er. (red./APA)..«   Quelle



Sein  (Landaus) quasi österreichischer Chef, Kardinal Schönborn, war einige Tage zuvor noch ganz “Bruder im G’Spiel” mit Live Ball Organisator Gerry Keszler und Schwulen Ikone Conchita als er ein feierliches Requiem im Gedenken an Aids Tote im Wiener Stephansdom zelebrierte – ja wußte er nicht, daß… ?
Nun ist es  allerdings zu spät, um sich eindeutig zu positionieren. Die Glaubwürdigkeit wurde bereits in selbstzerstörerischer Weise eigenhändig untergraben.


Und dann war da noch unser Papst, unser liebenswertes Plappermäulchen, welches sich nach eigenen Aussagen doch lieber auf die Zunge beißt, als zu tratschen und dann dennoch immer wieder in Versuchung geführt wird, entweder hoch über den Wolken im Flugzeug oder in diesem Fall in einem Fernsehinterview für den italienischen Sender  TV2000, wo er ausgerechnet über dieses “in Versuchung geführt werden” dahinschwadronierte und zur pontifikalen Erkenntnis gelangte, daß es niemals nicht Gott selbst sein könne, der uns in Versuchung führe und somit dieses einzigartige Gebet, das Vater Unser ,schlecht(!) übersetzt sei.
"Ein Vater tut so etwas nicht; ein Vater hilft sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan”

Sprach seine demütig bescheidene Heiligkeit im Fernshen und löste einen ziemlichen Sturm der Entrüstung und des Widerspruches aus. Siehe zum Beispiel hier.
Nun, schlecht übersetzt und Satan – dazu durfte man dann ein paar Tage später, nachdem die Kritik durch Theologen und viele andere so richtig auf dem Höhepunkt war, noch ein weiteres Detail aus diesem o. e. Interview erfahren:
»Papst Franziskus hat die Katholiken eindringlich vor jeglicher Kontaktaufnahme mit dem Teufel gewarnt. Die Gläubigen sollten „nicht mit dem Satan reden“, weil dieser eine sehr intelligente, rhetorisch überlegene „Person“ sei. Das erklärt Franziskus gegenüber dem katholischen Sender TV2000, wie die BILD-Zeitung berichtet. Laut Franziskus stehe Satan für das "konkrete Böse". "Wenn du anfängst, mit Satan zu reden, bist du verloren. Er verdreht dir den Kopf.“ Man sollte besser weggehen. Auch Priestern und Bischöfen gaukle Satan Gelehrtheit vor. „Und wenn du es nicht rechtzeitig bemerkst, dann endet es böse“.«
Quelle


Der Satan ist also gelehrt?
Er ist möglicherweise sogar Theologe oder Dogmatiker und hat u.a. womöglich diese irreführende, falsche und verdrehte Versuchungsführung des Vater Unser zu verantworten?
Schön langsam schließt sich da vielleicht ein (Teufels)Kreis  oder so eine Art selbsterfüllende Prophezeihung? Denn es werden viele “Gelehrte” kommen, um die nach Meinung des Hl. Vaters schlechte Übersetzung des Vater Unser zu bekräftigen, wie z.B. ein Bischof Voderholzer, der diese Thematik bereits 2015 bestens zu erklären wußte.

Jaja, es geht rund in der Kirche dieser Tage, allerdings nur auf dem medialen Parkett der bscheiden zelebrierten kirchlichen Eitelkeiten.
In den Sonntagsmessen, Beichtstühlen und Gebetsrunden ist das Engagement der Laien und Aufgeshlossenen weiterhin äußerst bescheiden – nicht im Sinne von demütiger Gebetsausübung sondern in Form glänzender Abwesenheit.
Erst in der Christmette wird es wieder so richtig rundgehen.
Da sind dann wieder Krethi und Plethi, Hinz und Kunz und wie sie sonst noch alle wiederheiratet geschieden und das christliche Abendland verteidigend heißen mögen, gehen zur Kommunion und beten das Vater Unser…..
Amen.









Kommentare:

  1. Ich frage mich wie genau das aussehen soll, "mit dem Satan zu reden". Ist jetzt jeder der rhetorisch intellektuell argumentiert, der Satan? Um es mal sarkastisch auszudrücken: War Papst Benedikt der Widersacher?

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  2. Dieses Pontifikat beantwortet prinzipiell keine Fragen.

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  3. Deswegen stelle ich die Frage rhetorisch. Aufgepasst........ ;-)

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