Mittwoch, 23. August 2017

Wann sind diese Hundstage endlich vorbei?




Barcelona brennt noch immer in unseren Herzen, obwohl sich die Spanier mehr oder weniger halbherzig einreden, daß alles gut war, ist und bleibt.
Und es dauerte ja nicht einmal einen ganzen Tag, da mußte man schon wieder von einem Messerattentat in Finnland lesen. Selbstverständlich sind Tatmotiv und dazugehöriger Mann vorerst völlig unklar, aber wie es halt so ist, in Zeiten des bösen Internets, welches immer wieder das Gesiebte aus Informationen zurück holt, hat man auch zu Turku erfahren, daß sowohl der “mutmaßliche Täter”, ein Asylbewerber mit dem Namen Abderrahman Mechkah,  als auch sein Messer als Flüchtlinge in Deutschland gelebt haben:


»…In Dortmund verzeichnete die Ausländerbehörde den Marokkaner im April 2016 als "unbekannt verzogen", in Hamburg fiel er den Behörden auf, weil er sich illegal dort aufhielt. Bevor er nach NRW kam, hat sich der mutmaßliche Attentäter in den nördlichen Bundesländern aufgehalten.

Auch weitere Verdächtige, die in Finnland festgenommen wurden und mit dem Tatverdächtigen in Kontakt gestanden haben sollen, haben sich offenbar zuvor in Deutschland aufgehalten. Einer von ihnen soll in Hamburg und Göttingen gewesen und dort wegen Raubes und illegalen Aufenthalts aktenkundig gewesen sein, ein anderer soll in Osnabrück zur Festnahme ausgeschrieben gewesen sein….«  Quelle



Ein “Flüchtling” aus Marokko – wie die Attentäter von Barcelona, welch ein Zufall, oder auch nicht.
Jedenfalls, auch die Attentäter von Barcelona, inspiriert durch ihren eigenen Imam waren Marokkaner, sollen angeblich als “Flüchtlinge” nach Europa gekommen sein und hätten mit ihren 120 Gasflaschen ja noch etwas wesentlich Größerers im Sinn gehabt.
Ein paar Hundstage  später fährt ein Auto(!),  an dessen Steuer, wie man wenig später in den Medien erfahren darf, ein psychisches Attest samt Inhaber gesessen sein soll, zweimal gegen Bushaltestellen.
Die Symptome psychischer Erkrankungen bekommen in diesen Hundstagen 2017  ein immer hässlicheres Gesicht.

Und nun kommt, wie bestellt, unser Papst mit seinem Schreiben zum Weltflüchtlingstag 2018 und ermuntert uns Europäer in seiner ihm so eigenen speziellen Art und Weise:


"Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren”


Jeder Fremde, der an unsere Tür klopft, gibt uns eine Gelegenheit zur Begegnung mit Jesus Christus, der sich mit dem aufgenommenen oder abgelehnten Gast jeder Zeitepoche identifiziert (vgl. Mt 25,35.43).


Wie schön, da hatten die jüngsten Opfer der muslimischen Attentäter eine äußerst nachhaltige Begegnung mit Jesus Christus. Das wird auch die Hinterbliebenen freuen.



»…Wenn wir das gegenwärtige Szenario betrachten, so bedeutet aufnehmen vor allem, den Migranten und Flüchtlingen breitere Möglichkeiten für eine sichere und legale Einreise in die Zielländer anzubieten. In diesem Sinn ist ein konkretes Bemühen wünschenswert, damit die Gewährung von Visa zu humanitären Zwecken und zur Wiedervereinigung von Familien vermehrt und vereinfacht wird. Zugleich erhoffe ich mir, dass eine größere Anzahl von Ländern Programme privater und gemeinschaftlicher Patenschaften einrichten und humanitäre Korridore für die am meisten gefährdeten Flüchtlinge eröffnen. Es wäre darüber hinaus angebracht, zeitlich befristete Sondervisa für Personen vorzusehen, die von den Konflikten in den angrenzenden Ländern fliehen. Die kollektiven und willkürlichen Ausweisungen von Migranten und Flüchtlingen sind keine geeignete Lösung, vor allem, wenn diese in Länder geschehen, die die Achtung der Würde und der Grundrechte nicht gewährleisten können….«


Oh ja!
Gerade nach so einem Attentat, welches einige Familien gewaltsam und unwiderbringlich auseinandergerissen hat,  soll man unbedingt ein Zeichen setzen und die Familien – seien sie auch noch so fern miteinander verwandt-   dieser Attentäter auf legalem Wege nach Europa holen. Schließlich soll ihnen, den mutmaßlichen Attentätern, ja nicht verwehrt werden, daß sie - falls sie überhaupt verurteilt werden müssen-  täglich Besuch von ihren Verwandten bekommen, wenn ihnen schon nicht der Pontifex am Gründonnerstag die Füße wäscht.




(Raum für Aufschrei bei meinen bedingungslos papsttreuen Lesern)






Liebe Brüder und Schwestern, im Licht dieser angestoßenen Prozesse stellen die nächsten Monate eine günstige Gelegenheit dar, um die konkreten Aktionen, die ich in den vier Verben deklinieren wollte, vorzustellen und zu unterstützen. Ich lade euch somit ein, alle Möglichkeiten zu nutzen, um diese Botschaft mit allen politischen und gesellschaftliche Akteuren, die am Prozess beteiligt sind, der zur Billigung der zwei weltweiten Vereinbarungen führen wird, und allen, die an der Teilhabe daran interessiert sind, zu teilen.
Quelle



Aufnehmen, beschützen, fördern  und integrieren -  das sind die vier Verben, die uns der Pontifex ins europäische Herz diktieren(!) und nicht deklinieren will – wobei ich einmal gelernt habe, daß man Verben konjugiert, aber vielleicht ist das ja ein Übersetzungsfehler von Radio Vatikan  und nicht eine Wissenslücke von Papst Franziskus.




(Nochmaliger Raum für den Aufschrei bedingungslos papsttreuer Leser)




Was soll ich sagen? Ich hoffe inständig, daß die heißen Hundstage 2017 und die möglicherweise damit verbundenen Kalamitäten bald vorüber sind.
Ich fürchte aber, daß sich dieser fromme Wunsch weder erfüllen wird noch kann.

So bleibt mir nun nur noch der einigermaßen erfüllbare Wunsch, daß man mit Ende dieser Hundstage auf der Piazza San Pietro wenigstens endlich wieder das Wasser für meine Brunnen aufdreht, …..


Trüb am Brunnen





P.S.: Für diesen Beitrag, deaktiviere ich die Kommentarmöglichkeit; denn ich will weder daß sich hier Papstbefürworter und Gegner Gefechte liefern noch, daß sich irgendwelche obskuren Gestalten der ultrarechten oder ultralinken Szene befetzen.