Montag, 28. August 2017

Schön langsam verliere ich den Überblick…




…..über die vielen Geschwister, die mir der Pontifex in regelmäßigen Abständen ans Herz legt. Und ich wundere mich immer wieder, daß die meisten dieser mir pontifikal anvertrauten Geschwisterchen zwar Goldstücke aber keineswegs Christen sind, sondern durchwegs muslimischen Glaubens.
So geschehen gestern, als Papst Franziskus beim Angelusgebet folgendes wissen lassen hat:


papst-franziskus-laesst-ostergruesse-ausfallen»…Papst Franziskus hat seine Solidarität mit der muslimischen Minderheit der Rohingya erklärt. Beim Mittagsgebet am Sonntag in Rom bekundete er „ungeteilte Nähe“ zu dem Volk im Nordwesten Myanmars und rief zu Hilfe für diese Menschen auf. Die politisch Verantwortlichen müssten ihnen „ihre vollen Rechte“ geben, verlangte er. Katholiken lud er zum Gebet ein „für unsere Geschwister, die Rohingya“….«  Quelle
Nun, angesichts der Situation von Christenverfolgungen auf der ganzen Welt und der deaströsen Lage der Migrationskrise in Europa, finde ich es gelinde gesagt schon etwas merkwürdig, daß sich die pontifikale Aufmerksamkeit anläßlich des katholischen Angelus Gebetes auf die  muslimischen Geschwister im buddhistischen Myanmar stürzt, zumal diese unsere neuen Geschwister ihrerseits offensichtlich nicht zimperlich im Umgang mit ihren Mitmenschen zu sein scheinen, wie es mehrere Medienberichte vermitteln.
»…..Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat die Rebellen der muslimischen Rohingya-Minderheit beschuldigt, bei der jüngsten Gewaltwelle Häuser niedergebrannt und Kinder als Kämpfer eingesetzt zu haben. Auf der Facebookseite ihres Büros waren am Montag mehrere Erklärungen zum Kampf der „Terroristen“ gegen die Sicherheitskräfte zu lesen. Zu sehen waren auch Fotos von angeblich von den Rebellen getöteten Zivilisten….«  Quelle




Wie dem auch nun wirklich sei, ich möchte keine Geschwister aufs Auge gedrückt bekommen, deren Bestreben es ist, ständig irgendjemandes Köpfe einzuschlagen, sei es nun aus politischen oder aus religiösen Motiven heraus.
Ich engagiere mich gerne für zu Unrecht Verfolgte und ich habe damit bei meinen ureigenen, christlichen Geschwistern leider Gottes schon ein viel zu großes Betätigungsfeld.
Ich lasse mir vielleicht auch gerade noch einreden, daß man für andersgläubige Verfolgte ein gewisses Engagement bzw. Gebet aufbringen soll bzw. kann.
Daß es sich bei diesen andersgläubigen Mitmenschen fernster Länder jedoch um Geschwister handeln soll, ist bei allem Respekt, aller Papsttreue sowie dem gebotenem christlichem Verständnis ein ausgemachter Schwachsinn.



Kommentare:

  1. Schwachsinn: genau so ist es! Und "Papsttreue" kann heute nur noch Treue zur Institution, zum Petrusamt bedeuten. Mit dem derzeitigen Inhaber dieses Amtes bin ich persönlich schon seit Jahren restlos fertig - Gott vergebe mir!

    AntwortenLöschen
  2. Er hat sicher gemeint, wir sollen für deren Bekehrung beten. Damit es in Myanmar oder BanglaDesh (wo er demnächst hinzufliegen gedenkt) wenigstens ein paar Katholiken gibt....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau gesagt gibt es in Myanmar 1,03 % Katholiken. In Bangladesch 0,3% Christen, überwiegend Katholiken.

      Löschen
  3. Wie steht es eigentlich mit unseren Geschwistern von den Franziskanern der Immaculata?
    War das jetzt zynisch?

    AntwortenLöschen
  4. Genau so ist es- Treue zum Papstamt- aber nicht zum derzeitigen Amtsinhaber, der sich kraft seiner Stellung als Welt-Politiker geriert -dabei so ganz nebenbei die Kirche spaltet, hofft, ebenso nebenbei die 2000-jährige Lehre via Fußnoten über den Haufen werfen zu können und wenig bis nichts für die ihm anvertraute Kirche Gottes und ihre Gläubigen tut, außer sie mit immer neuen Invektiven zu belegen.

    AntwortenLöschen