Sonntag, 23. April 2017

Barmherzigkeitssonntag


Heute ist also Barmherzigkeitssonntag.
Ich kann mich noch gut erinnern, daß wir früher immer den Weißen Ostersonntag oder den Kleinen Ostersonntag gefeiert haben. In meiner Kindheit haben wir da essenstechnisch allen übriggebliebenen Ostereiern und Osterhasen den Garaus gemacht und meistens war auch das Wetter wesentlich besser als am Großen Ostersonntag.
Nun, heuer ist das Wetter an beiden Tagen gleich schlecht und Ostereier und Osterhasen sind schon vertilgt – ich schweife ab, also,  B a r m h e r z i g k e i t s s o n n t a g.
Da war doch gerade ein ganzes Jahr voller Barmherzigkeit?
Richtig, ein außerordentliches Heiliges Jahr, ausgerufen vom Papst.
Das ist so eine Sache, daß (fast) jeder Papst während seines Pontifikates sein eigenes Heiliges Jahr haben möchte. Papst Franziskus wollte die Barmherzigkeit und so kam es, daß letztes Jahr die Barmherzigkeit schon aus jedem Weihwasserkessel, aus jedem Beichtstuhl sekretartig heraustropfte und unter jedem Kirchensessel ein Barmherzigkeitsstrahler die kalten Herzen der Kirchgänger mit Barmherzigkeit vorglühte.
Wer wäre da nicht selbst auch zur wandelnden Barmherzigkeit geworden?
Und nun, nach all diesem großbarmherzigen Aufwand der Schock! Aus dem oberbarmherzigsten päpstlichen Munde mußte ich gestern vernehmen:


„Viele Flüchtlingslager sind Konzentrationslager – wegen der Menge an Menschen darin.“


Dieses verkommene, kinderlose, veraltete Europa, dem Verträge wichtiger sind, als Barmherzigkeit und das Millionen Flüchtlinge anlockt, um sie dann in Konzentrationslagern verkommen zu lassen.
Papst Franziskus weiß natürlich wovon er spricht. Er war selbst zu Besuch in solchen Konzentrationslagern auf Lesbos und Lampedusa. Massenhaft abgemagerte, angekettete zu Zwangsarbeit verdonnerte und in Fetzen gekleidete Insassen, die aus aller Herren Länder zusammengeholt wurden, um sie dann in diesen neuen Stätten europäischer Grausamkeit zu foltern, auszuhungern und letztendlich verrotten zu lassen.
Es ist höchst an der Zeit, sich am heutigen Barmherzigkeitssonntag wieder der vorjährigen Barmherzigkeit zu erinnern und eine Warnung im Namen der Barmherzigkeit auszusprechen:


Bitte, liebe Menschen aus den fernen Ländern, macht euch nicht auf den Weg nach Europa!
Ihr werdet hier bloß in Konzentrationslagern festgehalten und ausgeblutet.
Verschwendet nicht Euer Geld für eine teure Reise nach Europa.
Glaubt diesen Schlepper-Nazis und ihren perfiden europäischen Helfershelfern nicht, die euch euer Geld abnehmen.
Hier in Europa habt ihr die Hölle auf Erden!
Rette sich wer kann und mache einen großen Bogen um das (selbst)mörderische Europa!




P.S.: Konzentrationslager  - Wikipedia
Man gebe dem Oberhaupt unserer Kirche doch  bitte demnächst  endlich eine intensive kleine Nachhilfestunde in europäischer Geschichte – so viel Barmherzigkeit muß sein!