Mittwoch, 2. November 2016

Zurückgerudert!



Nachdem diese Meldung via Radio Vatikan anscheinend doch bei vielen Menschen zumindest Befremden verursacht hat, sah sich die Pressestelle des Bamberger Erzbischofs offensichtlich genötigt, eine Klarstellung zu den Äußerungen des Bischofs punkto der “Vorstellbarkeit” eines etwaigen, künftigen, muslimischen Bundespräsidenten in Deutschland zu veröffentlichen:
Als Antwort auf die Kommentare zu den Äußerungen von Erzbischof Schick zur Frage eines muslimischen Bundespräsidenten teilt die Pressestelle des Erzbistums Bamberg am 1. November auf Facebook mit:
 
»Erzbischof Schick war am Freitag zu einem Talk auf der Bühne einer Nürnberger Zeitung auf der Consumenta eingeladen, der ca. 45 Minuten dauerte. Verschiedene Themen zu seiner Biographie, seinem Leben und Wirken wurden angesprochen. Dabei wurde ihm auch die Frage gestellt, ob er sich einen muslimischen Bundespräsidenten vorstellen könnte. Er hat darauf geantwortet, dass er dafür derzeit keine gesellschaftliche Mehrheit sehe. Auf die weitere Nachfrage, ob er dies denn grundsätzlich für möglich halte, sagte er, dass ein möglicher muslimischer Kandidat von den Parteien nominiert und von der Bundesversammlung gewählt werden müsste. Wenn dies geschehen sollte, werde die Kirche diese demokratische Entscheidung akzeptieren, alles andere würde nicht dem Grundgesetz entsprechen. Erzbischof Schick hat hier eine verfassungsrechtliche Selbstverständlichkeit auf eine grundsätzliche und hypothetische Frage geantwortet. Er hat sich damit keineswegs dafür ausgesprochen, dass ein Muslim Bundespräsident werden soll, oder eine andere Wahlempfehlung gegeben. Als Bischof beteiligt er sich nicht an politischen Personalspekulationen und spricht schon gar nicht Wahlempfehlungen aus.
Im Übrigen vertritt Erzbischof Schick die Ansicht, dass im interreligiösen Dialog und im Dialog zwischen den Religionsangehörigen der Austausch über religiöse Inhalte, theologische Positionen und Bekenntnisse, Verhaltens- und Lebensweisen auf der Suche nach der Wahrheit stattfinden muss. Der Dialog mit dem Islam müsse entpolitisiert werden und sich mit Glaubensfragen befassen. Dazu müssten auch der Koran und die Geschichte des Islam mit der Vernunft und den Methoden der Aufklärung interpretiert werden. Für den Erhalt und die Weiterentwicklung der christlich geprägten Kultur Deutschlands setzt sich Erzbischof Schick immer wieder engagiert ein.«
 
 
Also im gerafften lateinischen Kirchenklartext:
Nihil novum sub sole….