Donnerstag, 6. Oktober 2016

Schwarz wie der Tod

 

 

 
Da erfahre ich doch heute, daß sich Zehntausende Polinnen und Polen in ihr kleines Schwarzes geworfen haben, nein, nicht um vielleicht irgendjemandes Ableben zu betrauern, nein, sondern ein angebliches “Recht(!) auf Tötung” einzufordern.
In den meisten Medien wird diese Veranstaltung und der nunmehrige Umfaller der polnischen Regierung als Jubelmeldung kolportiert und ich frage mich, wissen all diese Leute (nicht nur in Polen!), die gar so geizig und heikel mit ihrem Bauch aber umso groß- und freizügiger mit der Region unterhalb desselben umgehen, daß ihnen niemand ihren eigenen Bauch wegnimmt aber sie hingegen, ohne jegliche Skrupel und mit den ewig gleichen Worthülsen, das Töten eines ungeborenen Kindes zur selbstverständlichen Belanglosigkeit machen wollen?

Es ist keineswegs eine reine Glaubensfrage, gegen die Abtreibung zu sein. Es ist vielmehr eine Sache des Menschseins, einem anderen Menschen das Recht auf seine Geburt nicht zu verwehren, egal wie unangenehm, ungelegen oder unpassend es für einen selbst auch gerade kommt.

Schwarzgekleidete Menschen, die sich freuen, wenn abgetrieben wird- ja, es paßt dann doch wieder irgendwie – schwarz wie der Tod höchstpersönlich.