Freitag, 1. Juli 2016

Wieder ein Monat vorbei


Das halbe Jahr haben wir schon verplempert, seit letzter Woche geht’s mit dem Tag auch wieder bergab und seit Montag, seit die Briten diesen Brexit verbrochen haben, ist sowieso der Weltuntergang vorprogrammiert, denn so mir nix dir nix verläßt man diesen von Merkel mehr oder weniger gut dressierten Haufen, in Brüssel abgelegter unbrauchbarer Nationalpolitiker nicht, nein.
Zum letzten Juni hat der Papst der Kirche noch schnell ein Zitat geschenkt, dessen Übersetzung alleine schon für große Verwirrung gesorgt hat:

"Ricordatevi bene: chi non vive per servire, non serve per vivere."
Quelle

Bei katholisch.de wurde der Titel nach Zuruf eines Twitterers nach einer ersten Übersetzung “Wer nicht lebt um zu dienen, verdient nicht zu leben” – auf Wer nicht lebt um zu dienen, dient dem Leben nicht  revidiert und bei kath.net übersetzte der von mir sehr geschätzte Dr. Armin Schwibach:
„Wer nicht lebt, um zu dienen, nützt nicht zum Leben“

Nun, ich finde das ganze Zitat nicht sehr gelungen, weil es mir eher so scheint, als ob unser Pontifex hier zwar etwas sehr Schönes sagen wollte aber sprachlich und auch theologisch, wie man so schön sagt, dann doch in den Dreck gehauen hat.
Als Christ lebe ich wohl in erster Linie dafür, Gott zu dienen und daraus ergeben sich auch ganz selbstverständlich Nächstenliebe und Barmherzigkeit .
Ob in dieses vom Papst kolportierte undefinierte “Dienen” aber auch Kratzbuckeln, Unterwerfung und sich zum Deppen machen inkludiert sind und bei Nichtbefolgung gar meine Lebensberechtigung bzw. meinen (Minder)Wert ausmachen, wage ich bei allem gebotenem Gehorsam und Respekt doch stark zu bezweifeln.

“Wer lebt um Gott zu dienen, dient sein ganzes Leben auch dem Nächsten”

Und damit wäre  - nach einer qualifizierten Übersetzung ins Italienische-  aus katholischer Sicht alles gesagt gewesen, sofern man denn  einer so eindeutigen Aussage wie in Mt 25, 31-36 überhaupt noch etwas hinzufügen muß.