Samstag, 23. Juli 2016

Brauchen wir vielleicht noch viel mehr Psychologen?

 

 

 

  • “Ein psychisch äußerst labiler junger Mann”
  • “Ein sehr sehr kranker junger Mann!”
  • “ Eine psychische Störung ist naheliegend!”
  • “Es dürfte sich um einen verwirrten psychisch instabilen Einzeltäter handeln!”
  • “Der Mann war in psychiatrischer Behandlung!”
  • “Der Mann dürfte unter schweren Depressionen gelitten haben”!
  • u.s.w.u.s.f.

 

 

Aus mehrfachem aktuellen Anlaß wurden wir via Medien und diversen anderen Infoquellen die vergangenen 10 Tage mit genau solchen Sätzen gefüttert, ruhig gestellt oder beschwichtigt und nun stelle ich mir heute mindestens drei bange und für manche vielleicht erst auf den zweiten Blick erkennbare ernsthafte Fragen:

  1. Wann,  vom wem, wodurch und wozu wurde der Grundstein für eine Generation junger Menschen gelegt, die offenbar  zu – wie man uns glauben machen will - 90% unüberwindbare psychische Probleme hat?
  2. Wozu studieren so viele Leute Psychologie, die letztendlich aber ohnehin nicht im Stande sind,  diese –wie es scheint-  psychisch völlig destabilisierte  Jugend unserer Zeit erfolgreich zu behandeln?
  3. Wird daraus ein zu verurteilender Generalverdacht gegenüber psychisch labilen Menschen einerseits und Psychologen/Psychotherapeuten/Psychiatern andrerseits entstehen?

 

Die Zustände in Europa, die (Nicht)Reaktionen der zuständigen Politiker und die uns gegebenen Standard-Antworten und Lösungsvorschläge sind jedenfalls alles andere als tröstlich, geschweige denn aufklärend und die Schlinge des Terrors/Einzelfallhäufung/Amoks zieht  sich immer schneller zu.
Ob diese Schlinge uns nun aus politischen, religiösen oder immer wieder kolportierten wahnsinnigen Motiven heraus erdrosselt, scheint mir mittlerweile sekundär wenn nicht gar irrelevant zu werden.

Jener deutsche Iraner im zarten Alter von 18 Jahren, der gestern in München 9 durchwegs sehr junge Menschen ermordet hat, hätte jedenfalls laut Polizeisprecher der Stadt München für seine Glock noch 300 Schuß Munition auf Lager gehabt – sich so aufzurüsten und zu wissen, wo man sich dieses Material besorgen kann, erfordert jedenfalls schon einiges an eiskaltem Kalkül, das man einem psychisch sehr sehr krankem jungen Mann (O-Ton eines Fachmannes) nicht sofort zutrauen würde.

Ich bin gestern abend sehr traurig ins Bett gegangen, weil 9 Menschen mitten aus dem Leben gerissen worden sind, eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt worden ist und weil man mittlwerweile tatsächlich ständig und überall mit derlei Attacken rechnen muß.

Die intensiven Mühen und Ressourcen zur Verkündigung permanenter Mantras, daß wir uns nicht verunsichern oder gar verängstigen lassen sollen, wären wohl eher bei jenen angebracht, die uns nunmehr fast schon im Wochenabstand völlig real bedrohen und terrorisieren.