Mittwoch, 15. Juni 2016

Was man nach Orlando erfährt…



…ist sehr viel und doch nichts.
Seit gestern wissen wir z.B., daß der amerikanische, islamistische Terrorist mit afghanischen Wurzeln "Ein Leben zwischen Schwulenclub und Moschee" geführt, regelmäßig seine erste Frau verprügelt habe, ja -  wie man aus all den Mutmaßungen und Aussagen aus Omar Mateens Umfeld erfährt-  sogar(!) selbst schwul und Dauergast im Gayclub war und fatalerweise, bedingt durch seine nicht akzeptierte sexuelle Orientierung, nicht nur sich selbst sondern alle Schwulen gehaßt habe.
Und so mußte es quasi kommen wie es kam.
50 Menschen wurden massakriert, weil ein Schwuler nicht mit seiner Sexualität zu Rande gekommen ist.
Das ist verständlich, das leuchtet ein, das hat was mit Homophobie zu tun und lenkt den Fokus auf ein Diskussionsfeld, welches vom sprichwörtlichen Elefantenrüssel direkt zu den Würmern führt und in (links)islamophilen Kreisen dementsprechend gefahrlos erörtert und aufgezeigt werden kann.
Omar Mateen hat diese Tat also nicht begangen weil er (ohnehin nicht besonders) gläubiger Moslem war oder weil er sich gar  dem IS oder  Al Kaida zugehörig fühlte, nein, es liegt nur daran, daß er ein primitiver Selbst- und Schwulenhasser geworden ist.
»…In den ersten 48 Stunden nach dem Massaker hatte sich die Öffentlichkeit fast vollständig auf die Frage konzentriert, wann und wie sich Mateen zum islamistischen Terroristen radikalisiert habe. Immerhin hatte der Täter während der Geiselnahme in einem Telefonat mit der Polizei dem Anführer des „Islamischen Staats“ (IS), Abu Bakr al Bagdadi, die Treue geschworen. Und das FBI hatte ihn zweimal wegen vagen Terrorverdachts überprüft: Einmal aufwendig im Jahr 2013, nachdem der Wachmann vor Kollegen mit angeblichen Verwandten bei Al Qaida und einer Hizbullah-Mitgliedschaft geprahlt hatte. Ein zweites Mal 2014, weil Mateen dieselbe Moschee besucht hatte wie ein Amerikaner, der sich in Syrien als Attentäter für die Nusra-Front in die Luft gesprengt hatte. Das FBI stieß dabei vor allem auf Ungereimtheiten. Besonders verwies der Direktor der Bundespolizei, James Comey, am Montag darauf, dass sich die von Mateen offenbar bewunderten Terrorgruppen Al Qaida, IS und Hizbullah gegenseitig bekriegen. Auf eine gefestigte Dschihadisten-Ideologie lässt das nicht schließen….«

Man ist nach islam(ist)isch motivierten Terrorakten ja immer wieder und praktisch auf Knopfdruck mit dümmsten Thesen und Standardbeschwichtigungen konfrontiert. Die Aussage des FBI- Chefs – so sie denn der Wahrheit entspricht-, daß jemand “keine gefestigte Dschihadistenideologie”  habe, ist aber m.E. an Blauäugigkeit  bisher unerreicht.
Und so wird vom bisher größten, islamistischen Massaker auf U.S.-amerikanischen Boden in absehbarer Zeit wohl politisch korrekt nur noch eine - wie vom Kurier sofort kolportierte-   Schußwaffen- Tragödie ( denn das ist ja auch klar, daß lediglich der legale Erwerb einer Schußwaffe Hauptschuld an derlei Wahnsinnstaten trägt) eines perversen Schwulenhassers, eines homophoben Irren übrigbleiben.
Schußwaffentragödie Kurier Titel





P.S.: Damit mir hier niemand unterstellt, ich würde den völlig zurecht kritisierten Waffenwahnsinn der Amerikaner billigen oder unterstützen, nein, das tue ich nicht.
Ich bin aber realistisch genug, um zu erkennen, daß ein Terrorakt wie jener in Orlando auch ohne legale Waffen verübt worden wäre.

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