Freitag, 24. Juni 2016

Brexit


Sie haben es getan, diese Briten, sie haben es tatsächlich getan und sind aus der EU per Referendum ausgetreten. Wow, dachte ich mir heute morgen, das gibt’s also doch,  Volksabstimmung und direkte  Demokratie und ein Volk entscheidet, nicht die Zurufer, Einflüsterer und deren Medien.
So etwas ähnliches, aber unter anderen Vorzeichen, muß auch Cornelia Vospernik vom Ö1 Journal in ihrem Kopf mit den hörbar gerauften Haaren gehabt haben; denn sie frug heute morgen die Korrespondentin Bettina Prendergast in London allen Ernstes, ob die Leute das denn einfach so hinnehmen würden?
Tja, ist schon Pech, wenn ein Volk zum Problem wird, das erkannte kürzlich ja auch der deutsche Gaukler  Bundespräsident Gauck in einem Interview:

Gauck Bevölkerungen sind das Problem
Screenshot von hier

So, nun haben wir das Problem mit dieser Problem- Bevölkerung, die nicht gewillt ist, nach der Pfeife  der Nicht-Problem-Eliten zu tanzen und allenthalben werden die Horror Szenarien noch fürchterlicher und albtraumhafter, sodaß man sich fragt, ob man nicht den Tag nutzen und schnell mit dem Rad eine kleine Runde drehen sollte, bevor also nun diese Welt dank der sturen, unfolgsamen Briten und ihrem vermaledeiten Brexit vollkommen was auch immer sein wird.
Nun denn, dem Anlaß entsprechend begebe ich mich heute auf  einen samtüberzogenem Fahrradsattel in schönem Kardinalspurpur -

Kardinalssattel Brexit day (2)

- stelle fest, daß die Salzburger Festung noch immer fest dasteht -
(Schon allein dieses Wort Festung ist ja die reine Provokation!)

Festung Brexit day (1)

- obwohl ein Bauer am Fuße der Festung seine Jauche versprüht -
(der wird wohl in Wirklichkeit für den MI5 oder zumindest für UKIP oder gar die FPÖ arbeiten)

Jauche Wagen Brexit day (4)


- und zudem hat man allenthalben damit begonnen, äußerst verdächtige, Maschendrahtrollen (!)ähnelnde  Installationen in die Landschaft zu stellen.

Heupillen Brexit day (7)

Es würde mich nicht wundern, wenn in diesen Installationen, die ja in Wirklichkeit sicher so eine Art trojanische Pferde sind, schon unsere Soldaten lauern, um bei einem eventuellen Übernahmeversuch durch Britannien daraus hervorsprängen und begönnen, laut die gegenderte österreichische Hymne zu detonieren – ich weiß es müßte selbstverständlich intonieren heißen, aber im Zusammenhang mit Militär klingt detonieren einfach professioneller.

Ein Blick auf den Untersberg überzeugt mich, -

Untersberg Brexit day (5)
-daß das Gipfelkreuz und das, was es repräsentiert, wohl wesentlich mehr zum Gelingen einer nunmehr neuzuorientierenden EU beitragen könnte, aber – welch eine Symbolkraft- es ist zugemüllt mit Parabolspiegeln  und Satellitenschüsseln, Mobil- und Richtfunkantennen, um zu gewährleisten, daß beispielsweise heute massenhaft Statements gepostet werden können, u.a. von Politikern, die höchstselbst wesentlich dazu beitgetragen haben, daß es überhaupt soweit gekommen ist, daß eine Schweiz ihr Antrittsgesuch endgültig zurückgezogen und UK den Ausstieg beschlossen hat aber der Beitritt der Türkei hingegen  wie das bedrohlichste  Damoklesschwert über unser aller Schicksal schwebt.

Ein historischer Tag?
Ja, wahrscheinlich, das wird sich aber erst zeigen.

Ein hysterischer Tag?
Und ob!