Sonntag, 15. Mai 2016

Pfingsten

 

Gestern, in der Vorabendmesse vertrödelte sich der von mir sehr verehrte und geschätzte Priester in seiner Predigt wieder einmal ganz ordentlich.
Er ist ein sehr guter Zelebrant aber kein begnadeter Prediger doch er versucht es immer wieder.
Und gestern, am Vorabend von Pfingsten, während er also vorne so vor sich hin predigte, kam mir die Erkenntnis:

Vielleicht ist es ja gerade gut, daß seine Predigten so sind wie sie sind; denn sie regen an, selbst nachzudenken und nachzulesen, zu überlegen und mit anderen zu diskutieren und in Folge dessen auch zu verkünden.
Ja freilich, es ist sehr angenehm, wenn vorne ein mitreissender Prediger steht. Doch die Herausforderung an mich selbst ist wesentlich größer, wenn ich Geduld mit ihm und seiner langatmigen, vom Thema nur allzu oft abschweifenden Homilie haben muß. Wobei ich sagen kann, daß ich mittlerweile schon immer öfter zu ahnen beginne, worauf er hinaus will bzw. wie er es meint.

Das erste Pfingsten machte aus den Aposteln vom Hl.Geist erfüllte Prediger, die in dieser Erfüllung und Freude hinausgingen und sich artikulierten und obwohl allesamt Galliläer, wurden sie sogar von den anderssprachigen Stämmen verstanden. Vielleicht nicht nur, weil der Hl. Geist sie lingual verständlich machte sondern auch, weil dieser Hl.Geist den Zuhörern half, den dazu nötigen guten Willen des Zuhörens und Verstehens zu haben?

Der Hl. Geist macht komische Sachen, manchmal auch während einer langatmigen Predigt in einer kleinen Salzburger Kirche….

 

In diesem Sinne wünsche ich allen:

 

Ein gesegnetes, vom Hl. Geist und gutem Willen erfülltes Pfingstfest!

 

 

Maria Plainer Pfingstrose


Kommentare:

  1. Vielleicht hatte der Priester seine Gedanken schon im Dom beim Abend der Barmherzigkeit? Und womöglich hat ihn dort der Hl. Geist schon als Beichtvater im Visier? Wie man sieht, weht der Geist Gottes wo und wie er will...wie man dank Bellfrell nun auch an einem -so- vor - sich -hin -predigenden- Priester -feststellen -kann...
    Bellfrell meidet grundsätzlich an Pfingsten den Dom??? Heute war's jedenfalls ganz toll...wie in meiner Jugendzeit: Alle Generationen (nicht nur viele Nationen) im pfingstlichen Lobpreis versammelt! Frohes Pfingstfest wünsche ich dem Bellfrell!!

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    1. Liebe Elisabth!
      Das Bellfrell meidet den Dom nur, wenn er allzu voll ist. Zu Weihnachten und ostern um 08.30 liebt das Bellfrell hingegen die Hl. Messe im Dom und auch unter der Woche kann es sein, daß man Bellfrell bei der Mutter der immerwährenden Hilfe findet, um dort ein paar Anliegen oder Dank zu unterbreiten. Aber ich freue mich, wenn der Dom so voll ist mit geistiger Freude und Jugend wie zu Pfingsten. Die Loretto Gemeinschaft ist wahrlich ein Segen für die Kirche und ich hoffe, daß daraus auch einige gute Priester und Berufungen hervorgehen.
      Mit den besten Wünschen für Sie, liebe Elisabeth
      Das Bellfrell, welches heute mit großem Vergnügen immer wieder die Domglocken hat läuten hören. ;-)

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    2. "Immer wieder die Glocken läuten hören"...in der Tat ein erhebendes Gefühl. Ich komme auch in diesen Genuss, in meiner Heimatstadt findet das 40stündige Gebet statt. Zudem weht hier im Süden der Alpen der passende Pfingststurm, man nennt ihn den "Tauernwind"...er bringt mir mittels Livestream die Pfingstereignisse aus Salzburg. Ein ganz segensreiches Geschehen!

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