Donnerstag, 5. Mai 2016

Christi Himmelfahrt 2016



Gott fähret auf mit Jauchzen – so der Titel einer Bachkantate.
Er fähret auf gegen den Himmel, man stelle sich das einmal mit den Augen der damaligen Jünger Christi vor.
Es mag sicher der eine oder andere gedacht haben, ach könnte ich schon mit meinem Meister mitgehen und vielleicht konnten sie sogar einen kurzen Blick auf das werfen, was sich nach den ihnen bevorstehenden grausamen Tagen des Martyriums auftun würde, ähnlich wie Stephanus dann bekundete, er sehe den Himmel offen.

Loch im Himmel


Christi Himmelfahrt 2016 sehe ich nach London, wo ein muslimischer Politiker drauf und dran ist, zum Bürgermeister der Millionenmetropole gewählt zu werden – Michelle Houellebecq läßt grüßen.
Christi Himmelfahrt 2016 sehe ich nach Deutschland, wo sich pseudochristliche Männer sinnlos besaufen und ein freundliches Gesicht sich dem irren Despoten vom Bosporus ausgeliefert hat.
Christi Himmelfahrt 2016 kann ich mich umschauen wo ich will, die heutigen Jünger haben Christi Auftrag und Botschaft  in ein Wohlfahrts- und Dienstleistungsunternehmen umgedeutet, welches sich so gut wie gar nicht mehr um die Evangelisation und die geistliche Wohlfahrt kümmert.
Gestern habe ich noch gelesen:
»….Wenn wir in unseren Gemeinden sähen, dass jemand wegbleibe, dürften wir uns nicht entmutigen lassen und es als einen unvermeidlichen Verlust hinnehmen. Andernfalls bestehe die Gefahr, uns sozusagen im Schafstall zu verstecken, in dem alles sauber sei, aber der Geruch der Schafe fehle. Derart verschlossene Christen „riechen nach abgestandener Luft“:
„Und wir Christen dürfen nicht verschlossen sein, weil wir dann den Geruch der abgestandenen Dinge annehmen werden. Nie! Wir müssen hinausgehen, und dieses sich Verschließen in sich selbst, in den kleinen Gemeinschaften, in den Pfarreien... ‚Aber wir sind doch die Gerechten’... Das geschieht dann, wenn der missionarische Schwung fehlt, der uns dazu führt, den anderen zu begegnen…«  Quelle

Als ob es der Realität entspräche, daß einzelne Schafe in diesem Stall vor sich hinmiefen würden. Die Stalltüren sind längst geöffnet worden, der Innenraum des Stalles, dessen Sinn der Schutz vor Bedrohungen der Nacht und den Unbilden der Natur- und anderen Gewalten wäre, unterscheidet sich nicht mehr von den ihn umgebenden Weiden, welche voll sind mit Unrat und Unflat, der des Abends von den wenigen Schafen, die überhaupt noch nach Hause kommen, in die Ställe mitgeschleift wird, weil die Hirten am Eingang des Stalles fehlen oder zu faul sind, ihre Schäfchen zu säubern bzw. ins Reine zu bringen.
Christi Himmelfahrt 2016 stehen im Irak in Afghanistan, in Syrien, in Pakistan tapfere einzelne Schafe, welche grundlos geschlachtet werden sollen nahezu schutzlos im Stall und fragen sich, ob denn der barmherzige Hirte wohl auch zu ihnen kommt, um sie vor den unbarmherzigen Schlächtern zu retten.


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