Donnerstag, 24. März 2016

Katholischer Aktionismus wieder einmal….



Man möchte meinen, daß katholische Hirten an wenigstens einem Tag im Kirchenjahr auf billigen Aktionismus verzichten würden, nämlich am Karfreitag.
An dem Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde und zur neunten Stunde seinen Geist aushauchte.
Dem ist nicht so.
Dechant Alois Dürlinger aus St. Veit/Goldegg  und der der Priesterinitiative zugehörige Oberalmer Pfarrer Gidi Außerhofer können oder wollen es auch an diesem Tag nicht lassen. An dem Tag, an dem alle Kirchenglocken und Kirchenorgeln aus Trauer schweigen, an dem Tag, werden in St. Veit und Oberalm die Kirchenglocken läuten.

» Glocken gegen Flüchtlings-„Stimmungsmache“

Aus Protest gegen die „Stimmungsmache“ der Bundesregierung gegen Flüchtlinge läuten in St. Veit im Pongau und Oberalm (Tennengau) am Karfreitag die Glocken. Dafür gibt es die Rückendeckung der Kirchenspitze.
In den Pfarren St. Veit und Oberalm läuten am Freitag um 15.00 Uhr zehn Minuten lang die Kirchenglocken. Normalerweise heißt es ja, dass die Glocken vor Ostern nach Rom fliegen - zwischen Gründonnerstagabend und der Auferstehungsfeier in der Osternacht gibt es normalerweise kein Kirchengeläute. Doch vor allem die Forderung nach einer „Festung Europa“ von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“ führte jetzt zu der Protestaktion - initiiert von Dechant Alois Dürlinger, Pfarrer von St. Veit und Goldegg…..  «  Quelle ORF
 
Man könnte jetzt sagen, aber das ist doch gut gemeint … Nein, ist es nicht!
Es ist billigster, von Klerikern initierter Aktionismus.
Und daß dieser peinliche Humbug von der Kirchenspitze auch noch genehmigt sein soll, spricht nicht gerade für den Salzburger Erzbischof.
Die Liturgie des Karfreitags, die Passion Christi und der Kreuzestod stehen im Zentrum dieser Tage und nicht irgendein Pfarrer, der diese Tage für seine eigene fragwürdige Stimmungsmache mißbraucht.
Engagement für Flüchtlinge ja, aber Aktionismus für Flüchtlinge, der gleichzeitig einen Mißbrauch katholischer Tradition und Liturgie darstellt –nein.
Im übrigen ist es sowieso schon beschämend genug, wofür in letzter Zeit permanent irgendwelche Lichter an Kirchen an- bzw. ausgehen oder Glocken geläutet oder nicht geläutet werden. Es war jedenfalls seit langem kein einziger Glockenschlag für verfolgte Christen oder Terroranschläge zu hören.
Da läuft zur Zeit doch einiges schief in der Salzburger Erzdiözese und überhaupt in dieser sich selbst aufgebenden katholischen Kirche, die nicht mehr weiß oder nicht mehr wissen will, was ihre Prioritäten sind.





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