Dienstag, 16. Februar 2016

Und plötzlich erwachen wir…




in einem Hamsterlaufrad, von dem wir uns nicht erinnern können, es jemals freiwillig betreten zu haben.

Gestern Abend bin ich in den zweifelhaften Genuß gekommen, noch die letzten ca. 20 Minuten der Sendung “hart aber fair” zu sehen, nachdem ich zuvor recht ordentlich einem Krimi beigeschlafen habe - und ich wurde putzmunter.
Diese unheitere  Munterkeit hielt dann mehrere Stunden an, denn was ich da an Gedankengut zu Gehör bekam war nichts Neues, nein, es waren dieselben abgedroschenen Politphrasen und Worthülsen, wie sie unsTag für Tag, mal mehr mal weniger subversiv, eingeflüstert bis indoktriniert werden.
Ich habe in diesen 20 Minuten einen Armin Laschet (CDU) gesehen, dessen Merkelhörigkeit und Merkeltreue wohl bis zum bitteren Ende und noch darüber hinaus reichen wird und schon an Kadavergehorsam erinnert, einen Frank Plasberg als parteiischen Moderator(!), eine gleichzeitig verzweifelt und verbissen wirkende Johanna Mikl Leitner, die nahezu allein auf weiter Flur erschien und einen Rolf-Dieter Krause, Leiter des ARD-Büros in Brüssel, der sich nicht entblödete, ständig dumm vor sich hinzugrinsen und sein kahles Haupt zu schütteln, während die österreichische Innenministerin gesprochen hat.
Der ungarische Berlin-Botschafter Peter Györkös konnte in dieser von mir gesehenen Sendezeit immerhin noch anmerken, daß Ungarn sehr wohl bereits jetzt ein Schmelztiegel an Nationen und Minderheiten sei und es daher nicht angebracht wäre, auch noch zusätzlich Migranten aufzunehmen.
Von Kaki Bali, Chefredakteurin der linken Athener Sonntagszeitung "Avgi" hörte ich lediglich noch ein kurzes 30 - Sekunden-Statement am Schluß, irgendetwas Übliches aus dem linken Worthülsenpool über die ganz schreckliche Gefahr eines scheiternden Europas, das seinen grenzenlosen Reichtum nicht mit ein paar Flüchtlingen teilen will.
Ich bin froh, nicht die ganze Sendung gesehen zu haben.
Es lohnt sich nicht, derlei Sendungen überhaupt ernst zu nehmen.
Sie sind Teil einer politischen Strategie, die den Staatsbürgern scheinbar(!) das Gefühl vermitteln soll, aktiv am Geschehen mitwirken zu können.
Wenn  Armin Laschet &Co. gebetsmühlenartig von einer europäischen Lösung der Migrationsmisere (die politisch korrekt immer noch brav als Flüchtlingskrise bezeichnet wird) faseln, aber geflissentlich unerwähnt lassen, daß gerade Deutschland letzten Herbst einen politischen Alleingang hinlegte und nun vollkommen gescheitert aber weiter völlig unbeirrt und nahezu wahnsinnig gegen die Wand rennt, dann mutet das ebenso bizarr an, wie die permanente dumme Frage, wie denn Österreich eine Obergrenze handhaben möchte und dabei wissentlich verschweigt, daß bereits jetzt -so Mikl Leitner-  täglich bis zu zweihundert dieser unbedacht herbeigerufenen Migranten nach Österreich zurückgeschickt werden.
Soweit die 20 Minuten “hart aber fair”, die ich noch gesehen habe und leider nicht mehr ungesehen machen kann.
Heute morgen geht es weiter, Journale auf Ö1, Zeitungen, u.s.w.:
….wir müssen…. eine europäische Lösung….es kann nicht sein, daß das reiche Europa…..es darf keine Obergrenzen….man muß nur mit den Flüchtlingen persönlich sprechen und die diffusen Ängste verschwinden….Schengen darf nicht scheitern….die ansteigenden Ausgaben im Sozialbereich…weiter steigende Arbeitslosigkeit….neue Unterkünfte für Schutzsuchende….u.s.w.u.s.f…..

Wann und von wem sind wir in dieses Hamsterrad ohne Ausgang hineingestellt worden und wieso wird es wider besseren Wissens am Laufen gehalten?



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