Sonntag, 7. Februar 2016

»Kärnten ist anders«




So lautet ein Slogan, dessen wahren Urheber ich nicht eruieren kann.
Der Slogan selbst hat sich in österreichische Gehirne eingebrannt und wird in vielen Zusammenhängen verwendet, negativ und positiv.
Ich möchte ihn heute auch verwenden und überlasse dem geneigten Leser die Wahl, ob das gefundene Episödchen aus dem Kärnter Andersland nun positiv oder negativ zu werten sei.
Ein Streit unter Volksschülern einer dritten Klasse in Unterkärnten endet mit der Aufforderung an eines der am Streit beteiligten Mädchen, sich bei ihrer syrischstämmigen Kontrahentin schriftlich auf arabisch(!)  zu entschuldigen.
Der Vater des Mädchens postet dieses für ihn unsägliche Ansinnen der Lehrer auf facebook und lehnt eine fremdsprachliche Entschuldigung ab.
Der Landesschulrat empfindet eine allfällige aufgezwungene arabische Entschuldigung als “kein gutes Zeichen für Integration” und die Frau Direktor meint lediglich:

»Es stimmt mich traurig, dass so etwas eine öffentliche Plattform findet.«
und
»Wir wollten den Kindern zeigen, wie schwer es ist, eine andere Sprache zu verstehen.«
Nein, es ist wirklich kein gutes Zeichen für Integration, wenn wir nicht schleunigst arabisch lernen und es ist wirklich absolut traurig, daß da ein Vater in seinem grenzenlosen Integrationsunverstand diese Lernunwilligkeit auch noch fördert und auf einer öffentlichen(!) Plattform darlegt, wo man doch gerade in Zeiten wie diesen darauf bedacht ist, die Integration im Stillen und ganz leise stattfinden zu lassen, sodaß es niemand bemerkt, wie gut schon integriert wird.
Kärnten ist anders  -  ich bin mir lediglich nicht mehr so sicher, ob wir nicht alle schon ein bißchen anders sind…


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