Mittwoch, 10. Februar 2016

Aschermittwoch



Es gibt den Aschermittwoch der Künstler, den politischen Aschermittwoch und auch noch den Heringsschmaus .
All diese Veranstaltungen, die sich zwar mit Aschermittwoch dekorieren und deren Protagonisten sich lediglich in mehr oder weniger gepflegter Selbstdarstellung üben, sind jedoch so weit weg von dem, was den richtigen Aschermittwoch ausmacht:
Das Erkennen der (manchmal bitteren) Tatsache, daß unser irdisches Leben, wenn es auch noch so schön sei, nicht von Dauer ist. Nur das steht am Anfang von 40 Tagen Fastenzeit, einer Zeit, die Möglichkeit bietet für Rückbesinnung auf Grundsätzliches, also Radikales(!) und alles Überflüssige hintanstellen sollte.
Vierzig Tage stehen bevor, die nicht nur einfach körperliches Fasten bedeuten, sondern vom unnötigem, selbst angehäuften, seelischen Ballast befreien sollen, um den Blick für Wichtiges und Richtiges wiederzuerlangen.
Am Ende der Fastenzeit ist man Christus wieder ein gutes Stück näher gekommen, um schließlich am Ende des Lebens die Barmherzigkeit Gottes nicht bloß einzuklagen sondern tatsächlich empfangen zu dürfen.

Evangelium nach Matthäus 6,1-6.16-18
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, daß du fastest,
sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht;
und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.





Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.




Keine Kommentare: