Montag, 18. Januar 2016

Solche Trotteln, …



…habe ich mir gedacht, als ich das erste Mal von dieser Plakatwerbung anläßlich der Gemeinderatswahlen 2012 aus Tirol erfahren habe:

FPÖ Plakat Marokkanerdiebe

Die Konsequenzen für diese Aktion folgten auf den Fuß und verliefen dann erstaunlicherweise relativ glimpflich:
»…Dem Hotelier wurde von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, mit über 230 Plakatständern "Marokkaner in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft und verächtlich gemacht zu haben". Anfang Februar 2013 war Penz im Erstprozess zu einer Geldstrafe in der Höhe von 14.400 Euro, die Hälfte davon bedingt, verurteilt worden. Ende November hob das Oberlandesgericht Innsbruck das Urteil allerdings wegen Nichtigkeit auf und verwies es an die erste Instanz
zurück.

Das Oberlandesgericht stellte "wesentliche Mängel" in der
Begründung des Urteils durch das Erstgericht fest. Laut Penz-Anwalt Hermann Holzmann mussten in der Neuauflage des Prozesses festgestellt werden, ob Penz die Menschenwürde des marokkanischen Volkes wirklich verletzt habe bzw. ob er diese verletzen wollte.

Der Hotelier hatte stets betont, dass er die Plakate auf eigene Kosten sofort entfernen habe lassen. Zudem habe er sich beim marokkanischen Königshaus entschuldigt. Auf sein Mandat hatte Penz wenige Wochen nach der Wahl verzichtet und war später aus der FPÖ ausgetreten….« 
Quelle



Heute, knapp 3 Jahre später,  lese ich z.B.  in der Presseaussendung der Salzburger Polizei  -

Schwerpunktkontrollen Polizei Salzburg  18.1.2016Marokkaner ertappt Presseaussendung Polizei SalzburgAlgerier Presseaussendung Polizei


- und in den Salzburger Nachrichten mit der netten Überschrift



Der Aufmarsch gegen die diffuse Angst in Salzburg



»…Man kontrolliert und beanstandet, was zu beanstanden ist. Doch der brisanteste Grund für den Großeinsatz ist ein anderer. Er besteht in einer "massiven Zunahme" von "Eigentumsdelikten" durch "Personen aus dem nordafrikanischen Raum", wie die Polizei sich ausdrückt.
Anders gesagt: Trickdiebstähle durch Marokkaner und Algerier haben sich vervielfacht. Und zwar mittels aller möglicher Tricks - zu denen auch die sexuellen Belästigungen gehören, die seit der Silvesternacht für Schlagzeilen sorgen. Diese seien jedenfalls nicht primär, sondern nur sekundär Sexualdelikte, sagt Salzburgs Kripo-Chef Andreas Huber. Vielmehr würden Frauen unsittlich berührt, um diese derart abzulenken, dass ein Komplize leicht nach Geldbörse oder Handy greifen könne.
Ein solcher Fall, wenn auch ohne sexuelle Komponente, ist gegen zwei Uhr früh zu beobachten: Ein Algerier, ein Marokkaner und ein Tunesier, alle Mitte zwanzig, schubsen und kneifen einen jungen Tennengauer. Augenscheinlich, um ihm die Wertsachen zu "zupfen". Die Polizei beobachtet, die Polizei schreitet ein, die Polizei verhaftet. Jedoch wohl nur vorübergehend. Denn auf Diebstahl stehen nur sechs Monate Haft - das reicht nicht für die Untersuchungshaft….« Quelle



Und wieder einmal frage ich mich, wer nun die Trotteln sind….



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