Dienstag, 1. Dezember 2015

Wem die Stunde schlägt…



Da kauft sich einer eine Wohnung neben dem Linzer Dom und reicht dann Klage ein, weil ihm das stündliche Schlagen der Uhr und überhaupt die Domglocken zu laut seien.
Die Klage wird zweimal zu seinen Ungunsten abgewiesen, aber der Querulant gibt nicht nach und macht weiter.

»Der Prozess um die nächtlichen Glockenschläge des Linzer Mariendoms geht nun doch weiter. Einem Anrainer, dem das Läuten zu laut war und der deswegen das Gericht angerufen hatte, ist ein Ende Februar geschlossener Kompromiss zu wenig. Er strebt ein Abschalten aller Glocken in der Nacht und dazu eine Entscheidung im Namen der Republik an, wie sein Anwalt Mittwochnachmittag bekannt gab.«
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Zudem fühlen sich der werte Herr Kläger auch noch bedroht, wie er durch seinen Rechtsanwalt verlauten ließ:
»….Der Anwalt berichtet zudem, dass sein Mandant im Zusammenhang mit dem Konflikt mit Drohanrufen in der Nacht terrorisiert werde und auch einen Drohbrief erhalten habe. Sollte dies nicht aufhören, werde man mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen, kündigte der Jurist an.«
Ähm, wie jetzt?
Sind’s nun die angeblichen nächtlichen Drohanrufe oder ist’s die nächtliche Glocke, die der Gesundheit des Klägers abträglich ist und ihn in den offensichtlichen (Prozeß)Wahnsinn treibt?
Solche Sorgen müßte man haben, gell?

Wie dem auch sei, hier für meine Leser einmal das äußerst spannende Prozedere für das Läuten der großen  Salvatorglocke des Salzburger Domes:

Link zu You Tube


P.S.: Was mich bei solchen Berichten immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, mit welch einem Schmarren sich Gerichte bei uns allen Ernstes beschäftigen, während gleichzeitig gejammert wird, wie überlastet man sei…

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