Donnerstag, 24. Dezember 2015

Hl. Abend



Eigentlich wollte ich heute ein bißchen in weihnachtlichen Kindheitserinnerungen schwelgen, aber dann ist mir via Twitter der Brief eines 8-jährigen untergekommen.
Der Brief stammt aus dem Jahr 1934, aus Deutschland. Eine schreckliche Zeit, die wahrlich nicht einfach war, viele Menschen waren arbeitslos, die Nazis festigten ihre Macht, Hitler wurde durch Vereinigung von Präsident- und Kanzleramt zum totalen Führer und  in Österreich kommt es zum Bürgerkrieg, dem Februaraufstand, dem Juliaufstand mit der Ermordung von Dollfuß und allenthalben in Europa kriselt es.
In dieser Adventzeit des Jahres 1934 schreibt der 8-jährige Joseph in schöner Kurrentschrift einen Brief an das Christkind:


originalbrief des 8 jährigen Joseph an das Christkind 1934
Joseph an das Christkind in Druck

Ich weiß nicht, ob das Christkind damals dem kleinen Joseph das grüne Meßkleid gebracht hat, aber das Christkind hat uns allen später mit dem großen Joseph Ratzinger einen der großartigsten Kirchenlehrer und einen wunderbaren Papst beschert und ich habe Benedikt XVI. sehr oft in grünen Meßgewändern gesehen.
Briefe an das Christkind, von Kindern, die immer brav sein wollen, gehen in Erfüllung und bescheren nicht nur den Bittsteller sondern darüber hinaus auch noch viele andere Menschen.
Vielleicht sollten auch wir wieder öfter unsere Wünsche an das Christkind schreiben bzw.  Christus unsere Sorgen, Bitten und Wünsche darlegen?

In diesem Sinn wünsche ich all meinen Lesern und Followern einen gesegneten friedlichen Hl. Abend  sowie jene (kindliche) Gewißheit, daß uns das Christkind immer schenkt, worum wir es inständig bitten und manchmal darüber hinaus sogar noch viel mehr.



1 Kommentar:

  1. Und man stelle sich vor, man fände einen Zettel anverwandter Begehrlichkeiten aus der Feder des kleinen Hans aus Sursee ... ;-)

    Gesegnete Weihnachten!

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