Freitag, 27. November 2015

Morgen beginnt mein Affenzirkus!



Da kommt also dieser Tage unser Hl.Vater und erklärt das Weihnachten unserer Tage so:

»….’”Es wird Lichter geben, es wird Feste geben, glänzende Bäume, alles wird geschmückt sein.“
Doch gleichzeitig gebe es Kriege in der Welt….
…’”Die Welt hat den Weg des Friedens nicht verstanden“, sagt der Papst. Deshalb sei Weihnachten angesichts der vielen Probleme in der Welt eine Scharade, ein Affenzirkus. “Was wird bleiben“, fragte der Papst weiter. “Ruinen, Tausende Kinder ohne Bildung, so viele unschuldige Opfer und viel Geld in den Taschen der Waffenhändler.“ Das alles widerspreche dem Gedanken der Weihnachtszeit…..« Quelle

Als ob das eine spezielle Besonderheit dieser Tage wäre?
Es gab Weihnachtsfeste schon unter widrigeren Umständen.
Stille Nacht wurde in Schützengräben, in Luftschutzbunkern und -ich nehme an- auch in Konzentrationslagern  gesungen.
Und das war kein Affenzirkus, keine Scharade sondern ein Bedürfnis und eine Notwendigkeit, gerade weil die Zeiten schlecht waren.
Ja. der Kommerz hat aus Weihnachten ein Geschäft gemacht und die allerwenigsten wissen heutzutage noch, was zu Weihnachten gefeiert wird. So viel sei verraten, der fette Mann im roten Mantel hat damit wenig bis gar nichts zu tun! Daß es aber so weit gekommen ist, daß die wenigsten Kinder wissen, daß wir zu Weihnachten die Geburt  Jesu Christi feiern, hat vielleicht auch damit zu tun, daß wir vor lauter politischer Korrektheit und Unterwerfung an irgendwelche Minderheiten, die unseren Herrn nicht ertragen können, wollen oder dürfen uns selbst verleugnen, und nicht wenige christliche Institutionen an dieser Selbstverleugnung munter und aktiv beteiligt sind.
Wo bleibt der mutige Aufschrei, wenn sich die Kirche mehr und mehr dieser Welt angleicht, nur um in der Gesellschaft nicht geächtet zu werden oder gar als altvaterisch dazustehen?
Wird uns von Kirchenlehrern, Katecheten und Theologen noch aus voller Überzeugung der Glaube an Jesus Christus und die Hl.katholische Kirche vermittelt oder bieten sie uns lediglich die Zugehörigkeit zu einem  Club religiös verbrämter, und humanistisch angehauchter Philosophen an, die ab und zu eine Anmerkung zum Weltgeschehen machen, um dann milde belächelt  in einer Art wohltätiger Organisation abzutauchen.
Nehmen wir also an, wir lassen unseren Affenzirkus  bleiben, rennen mit sauertöpfischen Gesichtern und vergrämten Blicken durch den Advent, weil diese Welt ohnehin so schlecht ist und vermiesen den ganzen Dezember nicht nur uns sondern auch unseren Mitmenschen jeden kleinsten Hoffnungs und Lichtschimmer.
Wem wird denn dann das nützen?
Wird es weniger Ruinen und unschuldige Opfer geben?
Werden die Waffenhändler zur Einsicht kommen und Rosen verkaufen?
Darf ich Weihnachten also nur in einer geheilten, bzw. heilen Welt feiern?
Brauche ich denn dann überhaupt noch das Licht der Welt und die Hoffnung auf Frieden?
Wir stehen vor dem ersten Advent.
Wir erwarten die Ankunft, die Geburt von Jesus Christus.
Ich kann das einerseits  verinnerlicht, in Stille und ohne viel Aufheben tun, aber eben auch mit viel Empathie und dem Bedürfnis, dieses bevorstehende freudige Ereignis allen mitteilen und zeigen zu wollen.
Weihnachten wird für mich immer das Geschenk Gottes an uns sein.
Es liegt an uns selbst, dieses Geschenk auszupacken und mit Freude anzunehmen, gerade wenn die Zeiten schlecht sind und keinerlei Hoffnung bestehen mag.

P.S.: Ja, es wird wieder viele Lichter und glänzende Bäume geben, genauso wie es viele Gebete, Beichte und Hl. Eucharistiefeiern in dieser meiner von mir zelebrierten Advent- und Weihnachtszeit geben wird; denn das ist mein ganz persönlicher Affenzirkus und ich lasse ihn mir nicht schlechtmachen, auch nicht vom Hl.Vater höchstpersönlich, den ich mir übrigens auch nicht schlecht machen lasse.

2011-12-25 Weihnachtstag in der Stadt 021

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