Samstag, 10. Oktober 2015

»Hardcore katholische Broschüren«



Diese Wortkreation habe ich vergangene Woche das erste mal aus dem Munde des Puls 4 Moderators Fabian Kissler gehört, als er (selbstverständlich völlig unparteiisch) den Rausschmiß einer Kindergartenpädagogin gegenüber dem ÖVP Kandidaten Manfred Juraczka in der Sendung (ca.Minute 3.00) zu verteidigen bemüht war.
Auf dem selben Sender ging auch die sogenannte Elefantenrunde anläßlich der Wien Wahl 2015 über die Runde und da durfte man aus dem Munde von Michael Häupls politischer Angetrauten Maria Vassilakou sofort vernehmen, daß die Kündigung dieser Pädagogin ein reines Märchen sei und Juraczka damit endlich aufhören solle.
Nun, es gäbe genug, womit man aufhören könnte, aber genau dieser Fall ist es nicht; denn wie man in der online Ausgabe der Kronenzeitung gestern erfahren durfte, ist dieses Märchen viel zu schaurig, um lediglich ein Märchen zu sein.
Und wenn wir schon bei Märchen sind, so sei dem Herrn Moderator gesagt, daß jenes “beliebte Gespensterfest” von dem er spricht -er meint wahrscheinlich Halloween-  in unseren Breiten nie ein Fest war. Es konnte sich bei uns lediglich dank US-amerikanischer Fernsehsendungen allmählich breit machen, ohne daß die Leute überhaupt wissen worum es geht. 
Aber das scheint heutzutage Intention der Gesellschaftsformer zu sein: Feiern ohne zu wissen, was, warum und wofür.
Darum soll man vermutlich auch Weihnachten, das Fest zur Geburt des Sohnes Gottes nicht mehr ohne Folgen erklären dürfen.


»….Und sie schildert dann die Vorfälle, die zu ihrem Rausschmiss geführt hätten: "Sie kennen ja das Vernehmungsprotokoll der MA 10, oder? Es stimmt: Ich habe den Kindern die christliche Bedeutung des Weihnachtsfestes erklärt. Aber ich durfte im Kindergarten ja nicht einmal sagen, dass das Jesuskind ein Bub ist - es musste gegendert werden, also 'geschlechterneutral' als Zwitter erklärt werden. Obwohl jeder weiß, dass er Sohn Gottes ist."
Die Leiterin des Kindergartens hätte sie deshalb zur Rede gestellt: "Sie sagte, dass ich mich an den Bildungsplan der MA 10 zu halten habe. Aber einige dieser Vorgaben kann ich nicht mit gutem Gewissen erfüllen."
Dass sie ein vierseitiges Heftchen über Kaiser Karl einer Kollegin geschenkt hat, bestreitet die Wienerin ebenfalls nicht: "Eine Kollegin hat mit mir in einer Pause über TTIP, Chlorhühner und die vielen Krisen in der Welt gesprochen. Da habe ich ihr aus meinem Kalenderbuch die Broschüre gegeben, die ich aus einer Kirche mitgenommen habe: 'Schau her, Kaiser Karl soll ein großer Friedensstifter gewesen sein.' Wir redeten aber nicht über ein darin abgedrucktes Gebet. Die Kollegin hat das Vorgesetzten berichtet
“Bis Jahresende läuft noch die Kündigungsfrist. Wie es dann weitergeht, weiß die Kindergärtnerin noch nicht: "Warum wurde ich so behandelt? Ich bin arbeitslos, weil ich eine religiöse Person bin. Und warum wurde bei dieser Wahl-Fernsehsendung mit den Parteichefs gesagt, dass meine Kündigung aufgehoben worden sei? Das stimmt doch nicht.Von der Stadt Wien kam bisher kein Angebot, nochmals über ihren Fall zu sprechen: "Niemand hat sich gemeldet, obwohl man mich als 'extreme' Christin hingestellt hat - nur, weil ich am Sonntag in die Kirche gehe und ein Kreuz an der Halskette trage."
Quelle: Krone online

Interessant noch, daß dieses Interview in der Printausgabe der Krone nicht erschienen ist, wobei ein Kommentator dieses Artikels den dafür wahrscheinlich treffendsten Grund gefunden hat:



Zu entlassener Kindergärtnerin auf KRONE

Es ist sicherlich nicht angebracht, den Wiener Wahlkampf auf diesen eindeutigen Fall einer Diskriminierung aus religiösen Gründen zu beschränken, aber es zeigt doch recht anschaulich, was in diesem rotgrünen Vassilakou/Häupl Land abgeht und wie unverfroren und abgebrüht hier mittels Medienmanipulation und Einflußnahme auf dieselbigen mittels Inseraten gelogen und betrogen wird.
Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wenn bei derlei kleinen lokalpolitischen Angelegenheiten schon so hemmungslos gelogen, intrigiert und betrogen wird, wie ist es dann erst um die großen brennenden Themen dieser Tage bestellt?
Tja…..!



Puls 4 Interview mit Juraczka


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