Mittwoch, 2. September 2015

Ich hätte nie gedacht,….




….daß ich dem Andreas Koller einmal zustimmen könnte, zu oft hat er mir mit seiner Soziverklärtheit die Grausbirnen aufsteigen lassen und es bei mir gar zu seinem  eigenen Label  Kollers Holler gebracht.
In letzter Zeit aber, ging mit ihm schon des öfteren eine seltsame Wandlung vonstatten und schließlich heute :


»Chaos auf den Bahnhöfen von Budapest bis München, Chaos in den Staatskanzleien. Die Regierungen verlieren die Kontrolle über den Kontinent. Und über ihre eigenen Worte. Bundeskanzler Werner Faymann kritisierte Montagabend im ORF-"Sommergespräch" die ungarische Regierung dafür, dass sie die Flüchtlinge ohne Kontrolle nach Österreich durchwinke. Zur gleichen Stunde winkte Österreich die Flüchtlinge ohne Kontrolle nach Deutschland durch. Warum ist das eine falsch, das andere richtig? Faymann polemisierte gegen den ungarischen Grenzzaun zu Serbien und verlangte einen Satz später die Sicherung der EU-Außengrenzen. Also was jetzt?
Und was soll die ungarische Regierung eigentlich tun, um das Wohlgefallen der restlichen Welt zu gewinnen? Lässt sie die Flüchtlinge in die Züge steigen, versündigt sie sich am europäischen Gedanken. Riegelt sie die Bahnhöfe ab, versündigt sie sich an den Flüchtlingen. Was ist richtig, was ist falsch? Im Radiointerview sagte einer der Reisenden, ein Pakistaner, er habe bereits fünf Jahre in Griechenland gelebt und wolle jetzt weiter nach Deutschland. Ein anderer sagte, er wolle nicht in Österreich bleiben, weil er hier kein Taschengeld bekomme. Wer ist da noch Flüchtling, wer ist nur noch illegaler Migrant?…« weiterlesen
 
Schade nur, daß diese Erkenntnis um mindestens ein Jahr zu spät kolportiert wird.
Jetzt auf politischer Ebene noch ernsthafte befriedigende Lösungen zu finden, scheint geradezu unmöglich, denn wie es aussieht, sind die durch- und einströmenden Migranten  politisches Mittel -zu welchem Zweck auch immer-  geworden und die  Motivationen zur Koordination dieser Völkerwanderung haben so gut wie nichts mit einfacher Hilfsbereitschaft und natürlicher Solidarität sondern fast ausschließlich mit persönlichem Profilierungsdrang und Selbstdarstellung zu tun, hüben und drüben.


 


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