Montag, 28. September 2015

Blauer Montag




Nach dem Blutmond ist also nun der blaue Montag, der eigentlich schon ein blauer Sonntag war.
Welch eine Symbolik und allenthalben wird nun herumgerätselt und konstatiert, sich geschämt (fremd selbstverständlich, denn wer würde schon zugeben, daß er selbst beileibe genug Dreck am Stecken hat, um sich für den Rest seines Lebens ausreichend “eigenschämen” zu können) und schließlich reden die gefallenen Granden sich ihren persönlichen Weltuntergang dadurch schön, daß man ohnehin immer alles richtig gemacht habe, aber einfach an Hetzern und Angstmachern gescheitert sei und keinesfalls an der eigenen, stets seriösen und selbstlosen Politik.



Pühringer Ergebnis

Vielleicht sollte man das Ergebnis doch einmal unter dem Umkehrschluß betrachten?

Die Politik hat nichts mit dem Volk zu tun

Und damit diese Politik wieder mit dem Volk zu tun hat, sollte man tatsächlich mit den Blauen koalieren.
NICHT weil diese die bessere Politik machen würden, nein, sondern weil sie sich dann entweder selbst entzaubern und wie schon des öfteren atomisieren würden oder vielleicht  die ÖVP in vielen Themen auf deren eigene Linie zurückführen könnten, welche sie dank der Koalition auf Bundesebene beim sich über den Tisch ziehen lassen, aus reinem Kalkül schon so oft geopfert hat.
Es ist nicht jene zur Parole gewordene  dumme Angst, die den Wähler scharenweise in die Fänge Straches zieht, es ist die Verärgerung über den Hochmut der Parteibonzen sämtlicher Couleurs, welche den Menschen einzureden versuchen, Ihr seid alle dumme Angsthascherl, die vom Leben keine Ahnung haben und wir sind die einzig wahren Heilsbringer, während besagte Hascherl zusehen müssen, wie genau diese Politiker von Stunde zu Stunde unser Land immer mehr in ein nicht nur finanzielles Desaster führen.
Lediglich zu behaupten, man würde die Bedenken und Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen, um sie im selben Atemzug zu ignorieren, ist trotz Propaganda und Medienindoktrination im Angesicht der ernsten Lage in dieser Welt  bei weitem nicht genug.


  Screenshot DIE PRESSE.com

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