Donnerstag, 6. August 2015

Universaltempel

 

 

In Berlin soll unter Namen “House of one” eine Art Universaltempel gebaut werden, in welchem Juden, Christen und Muslime (nach ihrer historischen Entstehung gereiht) gemeinsam werken oder wirken sollen.

 

»…Die politischen Ansagen an die Religionen sind deutlich: Tut euch zusammen, setzt den unschönen Fernsehbildern von gewalttätigen Dschihadisten und hasserfüllten Pegida-Aktivisten etwas entgegen. Beweist, dass ihr friedlich seid. Debatten, Dissens, Streit sind nicht erwünscht….« 

 

So kann man im Tagesspiegel vom 26.7. 2015 u.a. lesen.


Nun, schön, meinte auch Gideon Böss von der Achse des Guten und schreibt u.a. -

 

»….Was soll dieses Projekt überhaupt? Ist es denn wirklich notwendig, dass sich die Mitglieder dieser drei Religionen gegenseitig bestätigen, wie viel Respekt sie den Ansichten der beiden anderen entgegenbringen? Seit wann reicht es nicht mehr aus, den anderen einfach zu ignorieren? Warum muss ihm unbedingt Respekt gezollt werden? Es ist doch egal, ob ein Jude nun die Weltsicht eines Moslems nachvollziehen kann, ein Christ die eines Juden oder ein Moslem die eines Christen. Solange beim Nichtnachvollziehen die Grenzen zur Gewalt nicht überschritten werden, ist alles in Ordnung. Der Rest der Gesellschaft bekommt das doch auch gut hin. So schwer ist das nicht….«

 

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als es wirklich völlig egal war, welche Religionszugehörigkeit jemand hatte. Ein Trottel durfte unabhängig von seiner Religion als solcher erkannt und tituliert werden und gut war’s .
Ähnlich verhielt  es sich auch mit der sexuellen Orientierung.
Es war wirklich völlig wurscht, ob ein Idiot homo oder hetero war, man durfte es ihm unverblümt auf den Kopf zusagen, daß er ein Depp ist.
Heutzutage hat man nach einer solchen Feststellung wahrscheinlich sofort eine Klage am Hals.
Das mit dem Ignorieren dürfte also tatsächlich nicht mehr so leicht sein.

Ganz abgesehen davon, habe ich persönlich nicht zuletzt Dank der bestechenden Erfolglosigkeit eines ähnlichen Projektes in Wien auch eher das Gefühl, daß ein politisch gelenktes Zusammenpanschen und Verwässern aller Religionen unter dem Decknamen Dialog und unter Auflage Debatten, Dissens, Streit sind nicht erwünscht  lediglich zum gezielten Verlust der jeweils eigenen religiösen Identität führen kann, ob nun mit oder ohne Respekt gegenüber dem Andersgläubigen spielt dann auf längere Sicht auch keine Rolle mehr.


Links: Gideon Böss: Moslems, Juden und Christen hautnah (füttern verboten) 
           Der Tagesspiegel: Claudia Keller, "Den Frieden beweisen"

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