Donnerstag, 13. August 2015

Erschöpft Euch!



Heute Morgen, in einer Phase höchster Erschöpfung, nämlich kurz nach dem Weckerläuten, teilte mir der ORF mit, daß heute Welterschöpfungstag sei.
Ja, ist recht, dachte ich mir, dann genieße ich heute meine hitzewellenbedingte Erschöpfung in vollen Zügen, aber nein, es geht natürlich um etwas ganz anderes.
Ab heute laufen Klimaanlagen,  S.U.Vs. und sämtliche andere Spaßfaktoren, von denen uns die Planwirtschaftstreibenden so erfolgreich einreden, daß wir sie zum Überleben brauchen, ressourcenmäßig auf Pump, und das ist ganz schlimm; denn diese ökologische Überschuldung  führe zwangsläufig zum unabwendbaren Armageddon.
Damit könnt Ihr mich nicht beeindrucken.
Aber damit:

»Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen aller, die hingeschlachtet worden waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten.
Sie riefen mit lauter Stimme: Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen?
Da wurde jedem von ihnen ein weißes Gewand gegeben; und ihnen wurde gesagt, sie sollten noch kurze Zeit warten, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder, die noch sterben müssten wie sie.«

Offb 6, 9-11

»…Wenn das so weitergeht mit dem Morden, Verjagen und Schikanieren Andersgläubiger, wird man in nicht zu ferner Zukunft schreiben können, der Orient sei christenfrei. Es gibt dazu eine besondere Form mitteleuropäischer Selbstgeißelung, die entweder ziemlich teilnahmslos oder absichtlich mitleidlos das Leid der Christen im 21. Jahrhundert mit den von Christen ausgehenden Schrecknisse in frühen Jahrhunderten in Beziehung setzt und so zu relativieren versucht.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, vorherzusagen, dass das Glockenläuten in Frankreichs Kirchen am Marienfeiertag am 15. August Irritationen und Gespött bei jenen auslösen wird, die sich Christentum bevorzugt mundtot vorstellen - als etwas Skurriles-Gestriges, das der angeblich aufgeklärten westlichen Welt nichts Maßgebliches zu sagen habe. Das Glockengeläut am kommenden Samstag um zwölf Uhr mittags soll die Stimme derjenigen Christen symbolisieren, die um Solidarität werben für alle um ihres Glaubens willen verfolgten Glaubensbrüder und -schwestern im Nahen Osten….« via Reinhold Michels RP online

Bei welch niedrigem Level wird sich die Solidarität mit den weltweit verfolgten Christen wohl erschöpfen?
Ich fürchte, daß wir da schon Anfang Februar oder sogar noch früher das Ende der Fahnenstange erreicht haben.
Aber das ist dem ORF vermutlich keine morgendliche Hiobsbotschaft wert, gell?

Link: Die moderne Christenverfolgung

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