Samstag, 8. August 2015

Auf die richtige Metapher käme es an

 

 

Elisabeth WehlingHeute Mittag war ich fürbaß erstaunt, als uns Frau Elisabeth Wehling, deutsche Sprachforscherin an der University of Califormia, Berkley via Ö1 Mittagsjournal unterbreitet hat, daß die Verwendung von sprachlich richtigeren Metaphern bezüglich der Asyldebatte, also quasi die Verwendung von anderen Wörtern als Asylanten, Flüchtlingsstrom oder Wirtschaftsflüchtlinge, sogleich zu einer Entschärfung mittels verbaler Positivierung der derzeitig herrschenden Misere beitragen könnte.


Ganz besonders wären hierbei einmal mehr die Medien gefordert und sie sollten daher, statt jener oben genannten, Negativstimmung erzeugenden Ausdrücke, welche Metaphern aus dem Bereich der Naturgewalten verwenden und daher eher dem Gedankenbild rechtsradikaler Europäer entsprächen,  positivere rationale Sprachbilder benutzen,  wie

-Menschen die zu uns dazu stoßen-
-Menschen die bei uns an die Tür anklopfen.

 

 

Man möge mich entschuldigen, aber so viel Nichts Sagendes Bla Bla *) habe ich schon lange nicht mehr vernommen und es dürfte wohl der Hitze geschuldet sein, daß jemand allen Ernstes annimmt, mittels Verwendung von Euphemismen könnte die sich allerorten abzeichnende Katastrophe gemildert werden.

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*) Obwohl,  darauf wird’s hinauslaufen: Man wird früher oder später nichts mehr sagen dürfen, wenn es nicht einer politisch korrekten linguistischen Prüfung unterzogen worden ist.
Das Wörterbuch der verbotenen Wörter wird künftig die Bibel ersetzen.


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