Montag, 27. Juli 2015

Wer weint jetzt?


Es ist noch nicht lange her, da entrüsteten und empörten sich fast alle über die deutsche Bundeskanzlerin und jenes zurechtgeschnittene Video, welches uns das in Tränen ausbrechende palästinensische Flüchtlingsmädchen Reem Sahwil und Mutti zeigt, die – wie man uns weismachen will - auf erschütternd kaltherzige Weise auf diese Situation reagiert habe.
Gestern erschien auf DIE WELT ein Interview mit Reem.
Nach einer einleitenden, metaphorischen, fast schon klischeehaft wirkenden Beschreibung der tristen Plattenbauanlage in der die Sahwils leben, dürfen wir uns in deren Wohnung begeben und den teilweise erstaunlichen Ansichten des Mädchens lauschen.
Reem ist 14 Jahre alt, ihr Elternhaus hat sie auf das Erwachsensein als Palästinenserin aber bestens vorbereitet.
Das fängt damit an, daß sie sich bereits als Siebenjährige(!) dazu entschlossen hat, später ein Kopftuch zu tragen und gipfelt in ihrer Einstellung zu Israel, die sich im Erwachsenenalter wahrscheinlich auch noch vertiefen wird.

Reem über Israel
screenshot

Ich kann mir nicht helfen, aber umso öfter ich dieses Interview mit Reem Sahwil lese desto flauer wird mir und ich assoziiere Kinder, welche die Hamas aufs schändlichste zu Propagandazwecken mißbraucht.
Ich frage mich, ob es nicht höchste Zeit ist, über Reem und ihr sich abzeichnendes Schicksal zu weinen.
Sie kann und wird in Deutschland selbstverständlich Meinungsfreiheit genießen können, aber ihre Meinung ist schon derart vorprogrammiert, daß sie diese Freiheit wohl nie wird richtig schätzen können.
Und das ist wirklich zum Weinen.


Reem mit Bruder und Vater 24-07-2015-Rostock-Die-Welt-kennt-sie-als-das-weinende-Fluechtlingskind-aus-Rosto



Bilder und screenshots von
DIE WELT:   So sieht das berühmte Flüchtlingsmädchen die Welt

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