Dienstag, 7. Juli 2015

Was man so erfährt…


…wenn man durch katholische Qualitätsblogs scrollt,  ist  bisweilen ohnehin schon äußerst kontrovers. Wenn man dann auch noch der Versuchung nicht widerstehen kann, die Kommentare zu lesen, ist es schon mehr als erstaunlich, was sich da an Gedankengut enttarnt.
So habe ich heute im Kommentarbereich zu einem höchstoffiziellen katholischen Blog neben den üblichen Beschimpfungen in eine bestimmte Richtung und den üblichen Claqueur- Kommentatoren, welche sich des öfteren mit höchstem Vergnügen auch in der  sogenannten bösen Blogoezese herumtrollen, folgende Aussagen gefunden:


Homophobie ist eineKrankheit

Überflüssig zu sagen, daß der klerikale Administrator des Blogs derlei haltlose Aussagen natürlich nicht im Sinne der Lehre der katholischen Kirche bzw. im Sinn von Papst Franziskus kommentiert oder gar korrigiert.
Die Wahrheit wird uns also frei machen – ja, das wird sie, denn wie heißt es so schön:

Ich bin die Wahrheit

Es stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob man auf diese Wahrheit noch hinweisen darf, ohne sich fürchten zu müssen, umgehend eine erfolgreich erfundene Krankheit attestiert zu bekommen.


P.S.: Worüber es in dem besagten Artikel und den daraus resultierenden Gegendarstellungen und Besserdastehreaktionen überhaupt gegangen ist?
Das ist völlig irrelevant;
denn es geht schon lange nicht mehr um Sachlichkeit oder Richtigstellungen im Sinne SEiner Kirche.
Es hat sich ein Machtkampf entwickelt, in welchem es nur noch um die Durchsetzung von eigenen Befindlichkeiten und Positionen und die dafür erforderlichen Adaptierungen geht.
Das ist dann jener Effekt, wo man aus SEiner Kirche praktischerweise eine “unsere Kirche” fernab von jeglicher göttlichen Vorgabe zu installieren versucht.



1 Kommentar:

  1. Ich versteh schon, warum Josef Bordat bei seinem Blog die Kommentarfunktion ganz deaktiviert hat. ;)
    Und so neu ist es auch nicht, dass Menschen für religiöse Überzeugungen in die Psychatrie eingewiesen werden.

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