Freitag, 26. Juni 2015

Vereinnahmungsträume

 

 

Heute habe ich doch ein schönes Artikelchen via dpa in der Frankfurter Rundschau gefunden.

 

Vereinnahmung Franziskus

 

Dieser Artikel zeigt uns doch sehr schön, wie Politiker ticken.
Wie könnte irgendjemand der alle seine 5 Sinne noch beisammen hat, sonst auf die Idee kommen, daß jemals ein Papst  Abtreibung, Mord, Todesstrafe oder auch Euthanasie befürworten könnte?
Warum also Herr Lenders nun offiziell “enttäuscht ist”,  entbehrt jeder Vernunft bzw. Logik.

Und wenn der SPD Abgeordnete Ernst Ewald Roth  die Unvereinnahmbarkeit des Papstes betont, nur um ihn dann für sich und seine eigene Politik zu mißbrauchen dann bleibt einem nur noch ein gelangweiltes Kopfschütteln.
Übrigens war ich beim lesen  dieses Artikels sehr erstaunt, daß es sich bei Herrn Roth ja keineswegs um einen katholischen Theologen sondern um einen suspendierten Priester handelt, der sich durch seine “heimliche Heirat” 2008 über jegliches Kirchenrecht und Gehorsam zum nicht vereinzunehmenden Papst hinweggesetzt hat (unabhängig davon, daß es sich damals noch um Benedikt XVI. gehandelt hat).

»…Das Bistum Limburg, quasi der ehemalige Arbeitgeber Roths, zeigte sich gestern überrascht von der Nachricht. "Wir wissen nichts davon", sagt Pressesprecher Robert Eberle. Dem Bistum sei keine Heirat angezeigt worden.

Gemäß Kirchenrecht, dem Codex iuris canonici, könne ein geweihter Priester - und das ist Roth für immer - natürlich nicht heiraten. Kirchlich schon gar nicht. Aber auch nicht standesamtlich. Tut er es doch, dann zieht er sich laut Kirchenrecht die "Tatstrafe der Suspension" zu.

Das Bistum hat Roth allerdings bereits vor zwei Jahren, als er von der Kanzel in die Politik wechselte, von allen seinen kirchlichen Ämtern suspendiert: "Wir können ihn nicht noch mal suspendieren", sagt Eberle. Bistums-Kirchenrechtler Thomas Schüller weist allerdings darauf hin, dass sich Roth durch seine zivilrechtliche Eheschließung einer weiteren Tatstrafe schuldig gemacht hat: Roth lebe jetzt offiziell in wilder Ehe, da er nicht kirchlich geheiratet hat: "Kirchenrechtlich ist die Heirat ungültig, Roth lebt in Sünde." Damit habe der ehemalige Stadtdekan sich das Recht verwirkt, etwa am Abendmahl *)teilzunehmen.

Die kirchliche Trauung mit Silvia Zahlmann könnte Roth nachholen. Dafür müsste er allerdings zuvor ein Gnadengesuch beim Papst einholen. Nur das Kirchenoberhaupt könne ihn "laisieren", vom Versprechen des Zölibats entbinden und von der Verpflichtung, Sakramente zu spenden befreien, sagt Schüller«

Ja, so sind sie die Damen und Herren in den politischen Schaltzentralen. Werfen in ihren immer durchsichtiger werdenden Glashäusern ungeniert mit Steinen herum.
Und wenn ich jetzt noch bedenke, daß dies alles mit Limburg (Reizwort ersten Ranges) zu tun hat, dann bekommt diese geschmacklose Politposse um die Deutungshoheit zur Enzyklika Laudato Si gleich nochmal einen ganz faden Nachgeschmack, und dies keineswegs zu Ungunsten des  ehemaligen Bischofs.

Mich würde interessieren, wie Papst Franziskus über die ideologische Korruption denkt, denn um nichts anderes handelt es sich bei dieser Politmafia und ihren plumpen Vereinnahmungsabsichten.


*) Daß man von Journalisten heutzutage nicht erwarten kann, daß sie den Unterschied zwischen Abendmahl und Eucharistie kennen, ist klar. Daß sie sich aber nicht einmal die Mühe nehmen, mittels kurzem Mausklick den Unterschied zu recherchieren?

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