Freitag, 22. Mai 2015

Wir sind jetzt auch » anders «



Die Tage vor Pfingsten haben es wirklich in sich.
Quasi als Pfingstnovene moderner, befreiter, liberaler und genderberuhigter Zeiten sind sie heuer besonders prall an hoffnungsfrohen Ereignissen (Lifeball, Songcontest), die uns auf die Ankunft des großen und seligmachenden Zeitgeistgottes, auch hier in Salzburg, liebevoll vorbereiten - von gelegentlichen Ausreißern einmal abgesehen, wo angeblich ein Lehrmädchen einer angesehensten Hausverwaltungsgesellschaft, einen garstigen Aushang zu verantworten und dadurch selbiger, mit einem Gütesiegel(!) werbender Firma, ein vorpfingstliches Medienintermezzo beschert hat. Pfui!
Aber im großen und ganzen sind auch wir nun bestens gerüstet, um einer seligmachenden Zukunft nicht länger im Wege zu stehen.
Wien sei anders – so mußten wir in Salzburg immer vernehmen, wobei ich persönlich den großen Unterschied nicht wirklich erkennen kann.
Sehen wir uns doch nur einmal unsere beiden Stadthäuptlinge (beide SPÖ) bei der öffentlichen Nahrungsaufnahme an:

Schaden Semmel
Häupl mit Frankfurter

Ich wüßte nicht, worin sich hier Salzburg und Wien unterschieden:
Ein und derselbe gierige, leicht entrückte Gesichtsausdruck, der die Nahrungsaufnahme zu einem fast schon erotischen Erlebnis zu machen scheint.
Und damit sind wir nun auch schon beim nächsten, worin sich Salzburg und Wien in Hinkunft nicht mehr unterscheiden.

Auch wir bekommen nun ein Ampelpärchen:

Salzburger Ampelpärchen

Leider weiß ich jetzt nicht, ob die beiden abgebildeten Herren (Georg Djundja und Bernhard Auinger) auch ein Ampelpärchen darstellen oder ob sich die Artikelüberschrift der SN lediglich auf die rein technische Anlage bezieht.

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Nun kann der Heilige Geist kommen – wir bräuchten ihn wirklich dringendst!



P.S.: Ich werde in Zukunft jeden Tag mindestens einmal die Ampelanlage der Staatsbrücke benützen und kann dann mit guten Gewissen von mir sagen, ein toleranter Mensch zu sein, gell?

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