Mittwoch, 20. Mai 2015

Sowas von Toleranz aber auch, oder doch nicht?


Die fleischgewordene Toleranz zelebriert sich momentan mit medialem Höchstaufwand und politischer Rückendeckung unserer Volkszertreter seit Tagen in Österreichs Hauptstadt beim ESC in Wien.
Seit einem Jahr tolerieren die zwangsrekrutierten Kunden des Staatsfunks ohnehin die täglichen Toleranzpatente des ORF und gestern haben endlich die Spiele begonnen und prompt ist der Toleranzbeitrag Finnlands niedergeschmettert worden.
Wie das?
  • Sind die Sänger der finnischen Teilnehmer homophob?
  • Haben die Finnen eine Nazi Vergangenheit, von der nur Insider wissen?
  • Sind die Finnen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und Schwulenadoption?
  • Womöglich befindet sich gar ein verdeckter Christ in dieser Band?

Ich gebe zu, daß mir persönlich der Beitrag der Gruppe  nicht besonders gefällt, weil es einfach nicht mein Genre von Musik ist.
Doch bei einem Wettbewerb wie dem ESC spielen die allfällige Qualität oder das Gefallen der Beiträge ohnehin seit Jahren eine untergeordnete Rolle.
Nach dem letzten Jahr, als die fleischgewordene Toleranz bei gleichzeitiger Demut und koketter Bescheidenheit einen derartigen Erfolg einheimsen konnte, hätte ich mir aber auch heuer eine Fortsetzung des Toleranzgedankens erwartet.
Aber, wie gesagt, wahrscheinlich wissen die verantwortlichen Toleranzmanager Dinge über die finnischen Sänger, die man uns wohl aus reiner Nächstenliebe und Fürsorge vorenthalten hat, um uns ein unbeschwertes Genießen dieser Veranstaltung zu gewährleisten.
Anders kann ich mir das nicht erklären.





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