Mittwoch, 6. Mai 2015

Österreich ist zentralmaturisiert

 

Gestern konnte man sich die Aufgaben der Zentralmatura für das Fach Deutsch online über diverse Portale ansehen und ich muß sagen, ich war aufgrund der Themenauswahl im ersten Moment  schon etwas erstaunt.
Doch nur kurz, denn diese Themen geben genau wieder, womit heutige Gymnasiasten 8 Jahre lang erfolgreich indoktriniert werden sollen und dienen somit nicht zur Überprüfung der persönlichen intellektuellen Reife des Schülers, sondern sind reines Feedback linksstaatlicher Unterrichtsanstalten.
Darum war es auch so wichtig, eine Zentralmatura einzuführen, damit Privatgymnasien oder Schulen, die den linkslinken Bildungsvorgaben noch nicht genügend entsprochen haben, gezwungen sind, sich ebenfalls diesem mainstream zu unterwerfen.

»…Es handle sich um einen "untadeligen Text Süskinds mit auf Sicherheit angelegten Arbeitsaufträgen. An sich ein schönes Thema", sagt Gerhard Ruiss in einer ersten Stellungnahme zur "Presse".

Allerdings bleibt die Kritik an der "gesamten Versuchsanordnung". Prinzipiell wird ja bei den Fragestellungen (weil kompetenzorientiert) kein Wissen zur Literatur verlangt. Es wird aber auch keine Information zu Autor oder Werk angegeben. Dadurch könne man nur werkimmanent interpretieren: "Ein journalistischer Text hätte mit den gleichen Arbeitsaufträgen begleitet werden können, das Literarische am Text ist wurscht", sagt Ruiss.

Auch die frühere AHS-Direktorin und Deutschlehrerin Heidi Schrodt sagt, die Matura sei "im Rahmen dessen, was jetzt vorgesehen ist, in Ordnung". Allerdings kritisiert sie die situative Einbindung der Aufgaben, diese sei infantilisierend. Und: "Insgesamt sind die Analyseaufgaben, vorsichtig gesagt, wenig anspruchsvoll", sagt Schrodt. Die Maturanten müssten nicht in die Tiefe gehen. Und die Textesorte "Meinungsrede", die das BIFIE sich ausgedacht habe, sei nicht wirklich haltbar…«  Quelle

 

Das Literarische am Text sei wurscht -  meint Gerhard Ruiss .
Ja, in einem Land, welches einen Arthur Schnitzler, einen Franz Grillparzer, Stefan Zweig, Thomas Bernhard u.v.m. hervorgebracht hat, braucht’s eben keine Literaturkenner mehr.
Bei uns schreibt jedes Wurscht ein Buch,  ob mit oder ohne Matura.
Es reicht für eine positive Deutschmatura, wenn man in 5 Stunden 900 gegenderte Worte mit Hilfe eines Rechtschreibprogramms in ein Laptop tippt und 8 Jahre lang vorgekaute gesellschaftspolitische Themen ausreichend linkslastig nachbetet.
So simpel hätte ich meine Deutsch Matura 1981 auch gerne gehabt.


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