Mittwoch, 27. Mai 2015

Nett



Nett – das sei der kleine Bruder von Schei**e, wie man so schön schmutzig zu sagen pflegt.

Nett finde ich aber auch, daß beispielsweise  The Atlantic Philantropies mit schlappen 17 Millionen Dollar das Referendum zur Abstimmung über die Homoehe in Irland beeinflußt haben, wie dies ein meiner Meinung nach sehr gut recherchierter Artikel hier belegt (beim Abrufen der Seite muß man etwas Geduld haben).
Nett ist, wie im Internet jetzt die Stimmungsmache und Propaganda weitergeht, nachdem anscheinend Dank dieser Finanzspritze und angeblich unzähliger junger Iren, welche extra für diese Abstimmung von weiß Gott wo nach Hause gereist sind, um ihr “Yes” abzugeben, Irland als erstes Land der europäischen Wertegemeinschaft die Homoehe per Volksentscheid einführt.

Nett  aber kurios scheinen mir dann doch die Versuche von sogenannten Reform  Katholiken, die gar meinen,  dieses irische Referendum als großartige Fügung des Schicksals bedanken zu müssen:




Ich denke, ein Gutteil des Klerus sitzt heute nicht auf einem hohen Ross, sondern eher auf dem bequemen Mainstreamsofa und denkt nicht daran, gerade zu jenen Rändern zu gehen, von denen Papst Franziskus spricht, um dort die Botschaft des Evangeliums zu verkünden.
Wie sonst ließe es sich erklären, daß Kleriker, die den Katechismus in und auswendig kennen müßten, die Homoehe als realistisches Reform Thema innerhalb der katholischen Kirche in Erwägung ziehen?
Und nun gibt es also auch  ein erstes offizielles vatikanisches Statement via APA bzw. ANSA zum Irland Desaster:


Der Vatikan bedauert den Sieg des "Ja" beim Referendum zu Homo-Eheschließungen in Irland. "Man kann nicht nur von einer Niederlage der christlichen Werte, sondern von einer Niederlage für die Menschheit sprechen", betonte der vatikanische Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am Dienstag.
"Ich war über das Resultat des Referendums sehr traurig. Die Kirche muss diese Realität berücksichtigen, im Sinne, dass sie ihren Einsatz für die Evangelisierung unserer Kultur stärken muss", betonte Parolin am Rande einer Zeremonie im Vatikan.
Hinter verschlossenen Türen war am Montag im Vatikan der Rat der Bischofssynode einberufen worden, um die Familiensynode im kommenden Oktober vorzubereiten. "Die Familie steht für die Kirche im Mittelpunkt. Wir müssen alles tun, um sie zu verteidigen, zu schützen und zu fördern, weil die Zukunft der Menschheit und der Kirche die Familie bleibt", so Parolin.
Bei der Synode sollen Bischöfe aus aller Welt heikle Themen wie die Behandlung von Homosexuellen und den Umgang mit Geschiedenen in der katholischen Kirche diskutieren. Bei den nicht-öffentlichen Beratungen diese Woche wird auch Papst Franziskus dabei sein, berichtete Radio Vatikan.
(APA)



Nett, wie jetzt in den Kommentarbereichen verbale Giftspritzen Richtung Vatikan und katholische Kirche abgesondert werden, von Menschen (ich nehme doch stark an, daß hinter all diesen Twitterern und Facebooklern auch Menschen stecken?),  die sich doch sonst mit dem lieblichen Regenbogen schmücken und sowohl Toleranz als auch Liebe auf ihre bunten Fahnen und Buttons gemalt haben

So schnell geht’s und der große Bruder von Nett ist wieder da….


1 Kommentar:

  1. Wenn man Intoleranz in ihrer extremsten Ausprägung erleben möchte, schreibe man etwas gegen de Regenbogenideologie- sei es nun zur HS-Ehe oder anderen von ihr besetzten Themen. Ad hoc verwandeln sich die so sanft nach Toleranz für sich selbst Schmeichelnden und Girrenden in hasserfüllte Megären, gegen die Gorgo Medusa und die Erynnien liebliche Maiden waren.

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