Donnerstag, 12. März 2015

Von Räubern und Mördern

 

Update:
Um feinfühligen Abtreibungsbefürwortern entgegenzuwirken, die meinen, mir eine völlig hirnrissige Befürwortung nationalsozialistischen Gedankenguts unterstellen zu müssen, habe ich

  1. eine textliche Änderung des heute vormittag geschriebenen Posts vorgenommen.
    Ich bedanke mich bei jenem wohlmeinenden Kommentator für den Hinweis auf eine zugegeben textliche Mißverständlichkeit. Er  hat  sich selbst als gmx.de (!) identifiziert und somit kann ich ihm nicht persönlich meinen Dank aussprechen. 
  2. Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag wurde nun -  um eine allfällige Endlosdebatte zu vermeiden-  deaktiviert.

 

»Remota itaque iustitia quid sunt regna nisi magna latrocinia?«

 

(Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?)

 

So richtig bekannt geworden ist dieser Ausspruch des Hl. Augustinus von Hippo vermutlich, als ihn Papst Benedikt XVI. am 22.September 2011 vor dem deutschen Bundestag zitiert hat.

»..Wie erkennen wir, was recht ist?
Wie können wir zwischen Gut und Böse,
zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? « (Quelle)

 

Wie erkenne ich selbst, was gut und böse ist?
Ganz spontan würde ich sagen, an meinem Gewissen, und dieses ist bestimmt nicht nur an meiner religiösen, gesellschaftlichen, ethischen oder politischen Bildung gewachsen.
Es gibt von Anfang an sogenannte natürliche Schranken in jedem Lebewesen, die verhindern, den eigenen Nachwuchs zu töten (Beißhemmung).
Das  Kindchenschema, also das automatische Erkennen der typischen, kindlichen Gesichtsproportionen, sorgt dafür, daß wir Menschen nicht nur beim Anblick unserer eigenen Nachkommenschaft, sondern z.B. auch beim Erblicken von kleinen Kätzchen und Hundewelpen in Verzückung und Fürsorgebereitschaft geraten.
Es ist also etwas, das, ohne es erlernt zu haben, erfolgreich dazu beiträgt, die schützende Hand über ein bedingungslos zu schützendes Geschöpf zu halten, welches ohne unsere liebevolle Unterstützung nicht überleben könnte.

Und jetzt kommt der Staat des 21. Jahrhunderts, respektive dieses politische Konstrukt namens Europäische Union.
Dort sitzen findige Köpfe – was nicht zwingend begabt oder erfolgreich heißen soll-  und beschließen, daß Töten ein Grundrecht werden soll.

…nisi magna latrocinia?

 

Nach den Massenmördern Hitler und Stalin hat sich wieder einmal ein Staatenkonvolut dieses Prädikat verdient.
Sie sichern sich und ihren Wähler rechtlich den Weg für ihr tödliches Treiben und ermöglichen so, einer gewissenlosen  egoistischen Gesellschaft, welche sie dank jahrzehntelanger Gesellschaftspolitik herangezogen haben, unerwünschtes (Abtreibung) oder unbrauchbar gewordenes Leben (Euthanasie) völlig legal(!) und ohne jegliche Konsequenzen  zu töten.
Die politisch korrekten Mörderbanden unserer Tage morden sicher und sauber per Gesetz und Mehrheitsbeschluß.

Und hier sind wir dann wieder bei Benedikt XVI., wenn er vor dem deutschen Bundestag sagt:

»…Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage, vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen. In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein.
Aber daß in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muß sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung suchen…«

 

Ich weiß, geneigte Leserschaft,  ich habe diese Gedanken hier schon oft aufgezeigt – ich wünsche mir selbst am allermeisten, es wäre nicht notwendig, immer und immer wieder darüber schreiben zu müssen. Beschweren Sie sich halt bei den beiden Mörderbandenhäuptlingen,  bei Herrn Tarabella und Frau Estrela.