Montag, 16. Februar 2015

Dialoge

 

Es ist heutzutage ein auferlegtes Muß, mit jedem und über alles einen Dialog zu führen, wenn möglich sogar auf Augenhöhe,  was in den meisten Fällen aber nicht bedeutet, daß beide Kontrahenten ihr Niveau anpassen, sondern einer sich gefälligst auf ein tieferes Niveau herabbegeben soll.
Nun, wenn man dadurch zu einem einigermaßen erfolgreichem Ergebnis kommen kann – warum nicht?
Es gibt jedoch immer öfter Situationen, in welchen der Gesprächspartner im Brustton der Überzeugung behauptet, der Schnee sei grün.
Man versucht also, mit logischen und unwiderlegbaren Argumenten sein Gegenüber zu überzeugen, daß der Schnee nicht grün ist, nie grün war und auch nicht grün sein kann und als quasi unwiderlegbaren Beweis, bietet man dem uneinsichtigen Dialogteilnehmer an, dem unbestritten weißen Schnee doch einfach direkt ins Auge zu sehen.
Was dann kommt –oder kommen kann- darauf muß man erst einmal gefaßt sein, denn in nicht wenigen Fällen ist die Reaktion folgende:

»Da brauch ich gar nicht hinzusehen, denn ich weiß hundertprozentig, daß der Schnee grün ist und wenn Du das nicht akzeptierst, dann hast Du ein Problem, nicht ich!«

Tjaa, das war dann wohl nix mit diesem Dialog auf Augenhöhe……

 


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