Samstag, 31. Januar 2015

Während in Österreich …

 

 

..gestern sämtliche Nazis in der Hofburg versammelt waren, um dort ihre widerlich rechts gekrümmten Tanzbeine zu schwingen und draußen, auf den Straßen rund um diesen seit Jahrzehnten stattfindenden Ball die tapferen und mutigen Verteidiger unserer dadurch gefährdeten Demokratie bereit waren, im Kampf gegen derlei widerliches rechtes Tanzgut entschlossen und gemeinsam aufzutreten, spielen sich in Europa und rundherum doch ganz seltsame Dinge ab.

Da muß ich beispielsweise von einem Reporter lesen, welcher im Land der sozialdemokratischen Verheißungen ein Experiment gewagt hat, welches ihm dann doch gehörig die Ohren und vermutlich auch noch einige andere Körperteile schlackern ließ.

»…Es war ein schwedisches Experiment vor dem Hintergrund des mörderischen Anschlags auf den koscheren Supermarkt in Paris vom 7. Januar: Für die Sendung «Uppdrag granskning» (Auftrag Ermittlung) schickte das Fernsehen den Reporter Petter Ljunggren mit einer Kippa, der traditionellen Kopfbedeckung männlicher Juden, und umgehängtem Davidstern in die Stadt Malmö.

Wie die versteckte Videokamera in verwackelten Schwarzweissbildern festhält, ruft ein Mann im Zentrum Malmös Ljunggren «jüdische Scheisse» zu und fordert ihn auf, zu verschwinden. Ein anderer Mann ballt drohend seine Faust und schreit: «Hau ab, Satansjude!» Die Drohungen werden so heftig, dass das Team immer wieder den Abzug erwägt….«  weiterlesen und schauen.

Wie würde so ein Experiment  in Frankreich, Berlin Neukölln oder Wien Favoriten ausgehen?

 

Ich finde es absolut unerträglich, daß sich die FPÖ 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz immer noch mit  vertrottelten alten Nazis und deren Groupies abgibt, wobei ich aus eigener Erfahrung immer wieder feststellen mußte, daß beispielsweise im Dunstkreis von sozialistischen (Vorfeld)Organisationen der Antisemitismus die gleichen Urständ feiert.
Er trägt lediglich ein anderes Kleid und benimmt sich sozusagen salonfähig.
Was mich aber wirklich staunen macht, ist die Tatsache, wie bei einer idiotischen, geradezu lächerlichen Veranstaltung wie dem Wiener Akademiker Ball eine gut organisierte Solidaritätswelle durch  (linke) Gutmenschen zu rollen scheint, die aber angesichts des importierten erstarkenden Antisemitismus in Europa lediglich ein Achselzucken oder höchstens eine wohlmeinende politisch korrekte Erklärung zustande bringen.

Quo vadis?


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