Dienstag, 6. Januar 2015

Vom Licht…

 

 

…war letzter Tage und auch heute sehr oft die Rede.

 

Morgen 2015-01-01 016
Vom Licht, das erschienen ist, um die Welt, die Menschen zu erleuchten, zu wärmen und auf neue Wege zu führen. Vom Licht eines Sterns, welches drei Magier/Weise/Könige zu einem Kind geführt hat, welches seinerseits Licht und die Hoffnung auf ewiges Leben in die Welt gebracht hat.
Und dann war vom Licht die Rede, welches von Menschenhand abgedreht worden ist, um “ein Zeichen zu setzen” – Menschen setzen ja so gerne Zeichen für alles Mögliche und bedienen sich dazu vieler kleinerer oder größerer Lichter.
Manchmal rennen sie mit Kerzchen oder Fackeln durch die Gegend, manchmal zünden sie Scheiterhaufen an, manchmal verbrennen sie Häuser, Synagogen, Fahnen und sie haben immer einen wichtigen Anlaß und ihren Spaß daran.
Neuerdings gehen jedoch in den Gotteshäusern die Lichter aus.
Da wird der Schalter umgelegt und abgedunkelt, damit die da draußen ja nicht auf die absurde Idee kommen, beispielsweise einen Hohen Dom zu betreten.
Nächstes Mal vernagelt man vielleicht sogar noch die Türen, denn Gott bewahre, daß sich von Denen womöglich einer zu uns herein begibt.
Drinnen ist Stille und Leere, denn drinnen hat sich niemand versammelt, man hat kein Licht angezündet, um zu beten oder gar die Ängste und Sorgen der vielen Menschen da draußen zu beseitigen.
Gott bewahre, daß wir vielleicht DEREN GERUCH annehmen könnten.
Nein, soweit darf es nicht kommen.
Wir distanzieren uns von diesem Teil des Volkes und geben Interviews und Statements, um zu betonen, wieviel besser wir und wie fehlgeleitet und dem Abschaum nahe doch  diese da  sind.
Wenn sie dann endlich weg sind, drehen wir das Licht wieder an, machen weiter wie bisher, selbstgerecht und selbstgefällig. Dieser Kelch ist noch einmal an uns vorübergegangen und der Rest der Welt hat gesehen, daß wir ….ja, was eigentlich sind?
Unfähig Richtungen und Lösungen zu bieten?
Unwillig uns mit menschlichen Ängsten – egal wie (ir)rational  sie sind- auseinanderzusetzen?

Aggiornamento – ein Wort auf welches sich fortschrittliche Christen seit dem letzten Konzil so gerne berufen. Macht die Türen und Fenster in den Gotteshäusern auf  - nicht an Tagen wie diesen, nein da drehen wir das Licht ab und tun als wäre niemand zu Hause.

Heute  begann mein Tag mit einem schönen Licht und er endete auch mit einem wunderbaren Licht.
Und ich bin froh, daß mit diesem Licht keinerlei Schindluder getrieben werden kann.

 

 

  Abendrot 6.1.2015 DSCN4064 (2)


Kommentare:

  1. Ich habe auch sorfort an die Pharisäer gedacht. Hauptsache dialogisieren, aber nur, wenn es der guten öffentlichen Meinung dient.

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  2. Was soll man dazu sagen?
    Die Bischöfe sollten doch die HIRTEN aller Schafe sein und nicht die OBERSCHAFE!

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 Spamer und Trolle werden umgehend in den Wald zurückgeschickt.

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