Sonntag, 4. Januar 2015

Gedankenleser und Meinungsforscher?

 

Man stelle sich vor:
Zwei verschiedene Gruppierungen, zwei konträre Standpunkte.
Der erste Standpunkt ist mit seiner Argumentation am Ende, weil sämtliche Bemühungen fehlgeschlagen sind, den Kontrahenten zu widerlegen.
Was macht man nun?
Man analysiert die Gedanken des Kontrahenten und stellt mit dem Brustton der Überzeugung und dem allwissenden schärfestblickenden Auge des gutmenschlichen Seelenkenners fest, daß jener zwar nichts wirklich  Angreifbares sagt, aber es ganz und gar nicht so meint, wie er es sagt.

So erstaunt es nicht, wenn bei einem derartigen Drahtseilakt von Argumentationskultur in Form eines Blogposts solche Kommentare auftauchen:

Vaticarsten Kommentare

 

Das kommt einem doch ziemlich bekannt vor, stimmt, werter Blogger im Herrn.
Genau so dürftig argumentieren z.B. auch Vergewaltiger – sie sagte nein, aber sie meinte ja.

Ich würde mir nicht anmaßen, wissen zu können, was irgendjemand denkt bzw. meint, so lange er es mir nicht klipp und klar gesagt hat und wenn er mir seinen Standpunkt klipp und klar gesagt hat, so habe ich das zur Kenntnis zu nehmen, egal, wie wenig mir dessen Einstellung gefallen mag.


Kommentare:

  1. Antworten
    1. Danke! Sehr interessant, das kannte ich gar nicht - Asche auf mein unweises Haupt....

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  2. Sie sagen es zwar nicht, aber sie denken es ganz sicher! Und wenn sie es auch nicht denken, so weiß dennoch ein jeder, daß sie es doch unfehlbar denken wollen.

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 Spamer und Trolle werden umgehend in den Wald zurückgeschickt.

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