Samstag, 6. Dezember 2014

Heute ist Nikolaus


Nicht nur der Hl. Nikolaus von Myra darf heute gefeiert werden.
Heute feiert die Musikwelt auch den 85. Geburtstag von Nikolaus von Harnoncourt.
Und eines haben die beiden Jubilare gemeinsam:
Sie haben Menschen nicht nur beschenkt, sie haben sie auch bereichert.
2006, zum Auftakt der Mozartwoche in Salzburg, dirigierte Nikolaus Harnoncourt die g-moll Symphonie von W.A. Mozart und hielt auch die Festrede.


»…Ein Genie wie Mozart wird nicht, das ist - paff - wie ein Meteor aus dem Universum. Kein spielendes Kind, eher ein spielender Erwachsener.
Es ist in der menschlichen Gesellschaft nicht vorgesehen, ein Genie großzuziehen, dafür gibt es keine Vorbilder. So ein dämonisches Wesen okkupiert selbstverständlich seine Umgebung, man kann es nicht "erziehen", es ist ein geliebter und zugleich beängstigender Hausgenosse. Von seinen ersten musikalischen Äußerungen an ist Mozarts Weg als Künstler von einer Unbeirrbarkeit, von einer atemberaubenden Sicherheit - genau konträr zu seinem äußerlichen Lebensweg.
Schon als Kind komponierte er Werke, deren emotionaler Inhalt weit über das hinaus geht, was er erlebt und erfahren haben konnte. So können wir von dem Jüngling, der er immer war und blieb, die letzten und tiefsten Geheimnisse von Liebe und Tod, von Tragik, Schuld und Glück erfahren.
Er zwingt uns, in seelische Abgründe zu schauen und kurz darauf in den Himmel; vielleicht ein Griffel in der Hand Gottes.«  Quelle


Wir dürfen Maestro Harnoncourt dankbar sein, daß er uns mit seinen musikalischen Interpretationen so oft und so nahe an diesen “Griffel in der Hand Gottes” herangeführt hat.





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