Samstag, 4. Oktober 2014

Zwei Realitäten prallen aufeinander

 

Die ganze vergangene Woche hat es dem österreichischen Staatsfunk gefallen, seine gebührenzahlenden Hörer kurz vor dem Morgenjournal auf Ö1 melodramatisch (mit allerschönster und einschmeichelnder Musik von W.A..Mozart, langsame Sätze aus Symphonien und Konzerten) die Gedanken für den Tag (in diesem Fall zur muslimischen Haddsch) der Frau Amena Shakir zu präsentieren.

 

Gehirnwäsche ORF

Verantwortlich für die Gestaltung der Sendung zeichnete Alexandra Mantler.

Das Verblüffendste an dieser Sendung, war für mich nicht das Gesäusel der Frau Shakir oder die zur Beschönigung des Islams ausgewählten Texte.
Verblüffend war der Kontrast zwischen dieser Sendung und des täglich darauf folgenden Nachrichtenjournals. 5 Minuten Geschwafel über den friedlichen Religionsstifter, das offenbar die ganze Welt  bewegende und gefälligst zu interessierende Ereignis der Hadsch, mit der symbolischen Steinigung des Teufels und den friedlichsten Gedanken, welche laut Aussage der Frau Shakir für alle Menschen(!) als Bereicherung dienten einerseits und dann die darauf angrenzenden Schlagzeilen aus der echten Welt andererseits.

Gerade heute wieder:
Andante, 2. Satz aus der Symphonie Nr.31 in D-Dur KV 297 (300a) “Pariser”, dazu die säuselnden Worte der Muslima:


»…Welch schöne Idee, nicht nur für sich selbst zu bitten und zu wünschen, sondern auch für andere Menschen - seien sie nun meine Liebsten, oder andere, fremde Menschen. Wenn jede und jeder von uns, bevor sie oder er für sich selbst bittet, an die Andere oder den Anderen denkt, dann müssen diese Wünsche in Erfüllung gehen. Ich glaube, dass diese Botschaft des Hadsch für viele Menschen gelten könnte. Der Gedanke dieses Füreinander statt eines Gegeneinanders könnte gerade in so wenig friedvollen Zeiten zugleich ein Ansporn und ein Hoffnungszeichen sein….«

 

Und dann folgt das Morgenjournal und die erste Schlagzeile des 4. Oktober 2014:

»…Die flammenden Appelle seiner Ehefrau haben nichts genützt, denn Terroristen des IS haben eine weitere Geisel getötet. Die Enthauptung von Alan Henning wird wieder als Internetbotschaft verbreitet. Zwar wird die Echtheit des Videos noch überprüft, es bestehen aber kaum Zweifel daran. Alan Henning hatte es nach Syrien gezogen, weil er helfen wollte….« (Quelle)

 

Gott sei Dank, ist diese Woche nun vorbei und Gott sei Dank kann ich trotz der beharrlichen Indoktrination unseres Staatsfunks immer noch selber denken!
Wie lange man das noch tun darf, ist freilich eine ganz andere Geschichte…..


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