Dienstag, 28. Oktober 2014

Eugen Drewermann sagt …

 

… heute in den Salzburger Nachrichten:

Drewermann

»…Ich drehe das Ganze einmal in die Perspektive eines gläubigen Muslims und frage mich, was wir Christen tun müssten, um dem Angebot, vielleicht auch der Herausforderung der Religion Mohammeds zu entsprechen und konstruktiv damit umzugehen: Der Islam begreift sich als die letzte Offenbarungsreligion. Im 7. Jahrhundert nach Christus entdeckt Mohammed etwas religionsgeschichtlich überaus Wichtiges: Dass die Christen Dogmen auf Gott gelegt und mit Christus in Verbindung gebracht haben. Wenn wir religionsgeschichtlich exakt sprechen, müssten wir sagen, die Christen haben die Gestalt des Jesus aus Nazareth mit den Mythen der Religionsgeschichte des Vorderen Orients, insbesondere des antiken Ägyptens, begrifflich umkleidet. Und sie haben die Bilder, mit denen man die Gestalt Jesu deutete, als Selbstoffenbarung Gottes, als Mitteilung seines eigenen Wesens metaphysisch dogmatisiert.
Vereinfachend gesagt hat Mohammed dazu erklärt, dass diese Bilder alle zu den Tausenden Namen Allahs gehören. Nützlich vielleicht, um sich Gott vorzustellen, aber nicht zu verwechseln mit Gott selbst. Das ist ein riesiges Angebot, die Überlieferung Jesu auf den Kern zurückzubringen, der ganz und gar prophetisch ist, es ist ein Angebot, unmittelbar auf Gott hinzuweisen und die Fenster nicht länger mit Bildern zu verkleben, sondern durchsichtig zum Himmel zu machen.
Dieses Geschenk wollte Mohammed dem Christentum, den Schriftbesitzern, auch den Juden, im Namen Allahs zurückgeben. Und wo er recht hat, hat er recht. Davon könnten wir lernen. Wenn wir irgendeinen Kirchenvertreter einmal hätten, der nur so spräche: Wir Christen lernen jetzt – wir hätten es schon seit 1300 Jahren lernen können – von euch Muslimen, Gott reiner zu sehen, unverstellter, mystischer, wie eure großen Weisen.
Was für ein Gespräch zwischen Muslimen und Christen, zwischen Orient und Abendland, käme doch dadurch zustande! Sie können das erleben, bei jeder Fahrt im Osten. Sie müssen nur zu erkennen geben, dass Ihnen der Islam wertvoll ist, dass er eine wirkliche Klärung auch des Christlichen ist. Und ich verspreche Ihnen, Sie können im nächsten Hotel gratis übernachten, Sie werden vom nächsten Taxifahrer kutschiert, wohin immer Sie wollen. Das habe ich selbst erlebt.«  (Salzburger Nachrichten)

 

Weiters erfährt man dann von den SN, respektive von deren Redakteur für religiöse Angelegenheiten Josef Bruckmoser noch, wer Eugen Drewermann ist:

»..Christen und Muslime müssten sich beide aus der Gefangenschaft der eigenen Geschichte erlösen. Eugen Drewermann ist ein ehemals katholischer deutscher Theologe, suspendierter Priester, Psychoanalytiker, Schriftsteller und bekannter Kirchenkritiker. Er ist ein wichtiger Vertreter der tiefenpsychologischen Exegese der Bibel. Die SN sprachen mit Drewermann anlässlich eines Vortrags bei der Gesellschaft für Kultursoziologie an der Universität Salzburg.«

Was ich also schon immer über den Islam wissen wollte, mich aber nie zu fragen getraute, beantworten uns nicht die Muslime selbst, nein, Drewermann und Konsorten stehen hilfsbereit, wie eine kleine christliche Armee hinter den großen muslimischen Heilsbringern und erklären uns, wie die Muslime die Welt sehen und wie wir diese seit 1300 Jahren schon längst hätten sehen können, wenn wir nicht so sehr damit beschäftigt gewesen wären, uns permanent gegen deren einfallende Horden heilsbringende Boten zu wehren.
Schön langsam wird klar, warum es keinen Dialog mit dem Islam braucht.
Solange Leute wie Drewermann laufend und beinahe schon im Voraus JEDE Greueltat des Islams anstelle dessen offizieller Repräsentanten verteidigen, erklären und sodann dem Mißverständnis und Fehlverhalten der anderen Religionen in Rechnung stellen, so lange braucht es doch gar keinen Dialog.
Der Monolog der Realitätsverweigerer und Kirchenhasser, die sich selbstgerecht als Kirchenkritiker tarnen, ist vollkommen ausreichend.

Also - gehet hin,  konvertiert oder sagt den Muslimen, welch eine Bereicherung der Islam für die gesamte Welt darstellt und es wird Euch ergehen, wie dem glücklichen Herrn Drewermann:

»Und ich verspreche Ihnen, Sie können im nächsten Hotel gratis übernachten, Sie werden vom nächsten Taxifahrer kutschiert, wohin immer Sie wollen. Das habe ich selbst erlebt.«


Kommentare:

  1. sag nix dazu, alles was dazu zu sagen ist, ist "Der Mann hat keine Ahnung!"
    da reist er im Orient herum und schleimt und bildet sich auch noch einen Stiefel drauf ein.
    Klar doch Herr Drewermann, der IS, der will nur spielen und kreuzigen das ist halt die etwas rustikale Form des Dialogs. Und das entführen und verkaufen von Frauen und Mädchen in die Serails, daran erkennt man den Respekt der Moslem vor der Reinheit udn das ist soooo bereichernd??
    Nee ehrlich davon mal abgesehen, das was der Herr Drewermann im BLick hat, "die Weisen" das sind nun mal die Sufis und dergl und die gelten jedem hardcore Moslem als Ketzer, Verräter und Abrünnige.
    Aber Hauptsache er hat seine Taxikosten gespart!

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  2. Das schlimme an der Sache ist, dass er mit solcherlei Aussagen missionarisch-aktiven Christen glatt in den Rücken fällt! Wann immer ich mit gebildeteren Muslimen über den christlichen Glauben (Trinität, hypostatische Union) ins Gespräch komme, kommen die mir mit Harnack, Bultmann und Küng. Jetzt können sie sich auch noch auf Drewermann berufen - nach dem Motto: "Schaut, eure eigenen Theologen bestätigen ja, dass der unitarische Monotheismus Mohammeds der ursprünglichen Botschaft Jesu entspricht! Allah hat den Koran herabgesandt, um die ursprüngliche Botschaft der Propheten, die von Juden und Christen verfälscht wurde, wiederherzustellen." An den islamischen Fakultäten in der arabischen Welt existieren übrigens Sammelbände, in denen solche Aussagen liberaler, europäischer Theologen aufgeführt werden. Vielleicht kann Drewermann sich ja da demnächst um einen neuen Lehrstuhl bewerben ...

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  3. In der Erklärung, wer D. ist, fehlt, daß er an seinem 65. Geburtstag aus der Kirche ausgetreten ist und dies als „Geschenk der Freiheit an mich selber“ bezeichnet hat. (KLICK)

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  4. Mohammed wäre ja wahrscheinlich Christ geworden, wenn er sich nicht so sehr an den ziemlich überspannten dogmatischen Streitigkeiten über die Gottheit und/oder Menschheit Jesu gestoßen hätte, in die sich die damaligen Christen verrannt hatten. Dann wäre Mohammed vielleicht eine Art Apostel der arabischen Welt geworden.
    Die hist. Schuld daran, dass dem Christentum im Islam eine derartige Konkurrenz erwachsen ist, tragen also in gewisser Hinsicht nicht zuletzt die Christen dieser Epoche selbst, weil ihre innere Zerrissenheit so abstoßend wirkte. Im Grunde genommen waren sie dem Gebot Jesu untreu geworden, in christlicher Liebe eines Sinnes zu bleiben, und die Quittung dafür war eben der Islam. Das ist doch keine neue Erkenntnis Eugen Drewermanns!

    Das ist natürlich grob vereinfacht dargestellt und es gibt selbstverständlich auch noch andere Faktoren, aber an der Einsicht, dass an dieser (längst bekannten) religionsgeschichtlichen Interpretation etwas dran ist, führt ja kein Weg vorbei. Was ist so falsch daran, das auszusprechen?

    Den Ärger darüber verstehe ich nicht. Wenn @Tim-Christian gebildetere Muslime von der Wahrheit des Christentums überzeugen will, darf er ihnen eben keine Unwahrheiten erzählen, das ist doch klar. Wer seine Mission auf ein Lügengebäude stützt statt auf die Wahrheit, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ihm nicht glaubt. Die religionsgeschichtliche Evidenz der obigen Deutung lässt sich schwer leugnen (und wenn doch, musst du halt Sachargumente nennen, die sie widerlegen).
    Also muss man das erstmal eingestehen und kann dann erst weiter argumentieren und zeigen, warum die Muslime Jesus trotzdem nicht begriffen haben und was an ihrem Gottes- und Geschichtsbild falsch ist. Dafür gibt es ja genug überzeugende Wege. Aber wenn man zuerst einmal die offenkundige historische Wahrheit leugnet und dann behauptet, Jesus sei die Wahrheit, ist das natürlich total unglaubwürdig und bringt nix.

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    1. Man wüsste nciht wer Jesu ist, wenn man nicht drüber gestritten hat.
      Jesus ist die Wahrheit, aber das kapiert man nur im Glauben!

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    2. Die Bilder gleichen sich. Wer aus der Geschichte nicht lernen will oder kann, muss sie wiederholen.

      "Das kapiert man nur im Glauben!" ist ja beinahe wörtlich die Antwort des Bettelmönches in Lulls Gleichnis vom Missionar beim Mohammedanerkönig. Also argumentativ keine gute Idee.

      Christologische Streitigkeiten waren sicher notwendig und weiter führend, aber die Behauptung, vorher hätten die Leute nicht gewusst, wer Jesus ist, bleibt dogmatisch betrachtet gefährlicher Unfug. Die Offenbarung ist doch mit den Aposteln beendet. Und wer Jesus ist, wusste schon der Hptm. von Kapharnaum. Mehr Glauben als bei diesem hat der Herr ja bekanntlich in ganz Israel nicht gefunden. Dieser Glaube ("Jesus ist der Chef und kommt von oben") reicht völlig, mehr braucht man nicht, um IHM nachzufolgen.

      Bei Streitigkeiten kommt es vor allem auf das Wie an, das Was ist oft gar nicht so zentral, wie man denkt. Durch das Wie-man-streitet zeigt sich, ob man ein wahrheitsliebender Mensch ist oder ein Agitator, ob man den Gegner vernichten oder überzeugen will und ob man Menschen mag oder verachtet. Daran erweist sich, ob man in Christus ist oder vom Teifel.

      Heute (und nicht erst heute, sowas geschah ja in der Geschichte öfters) erleben wir, wie im Islam die Elemente die Deutungshoheit übernehmen, die vom Teifel kommen und sich offen als solche zu erkennen geben. Ein gebildeter Moslem sagte mir vor einigen Jahren mal, bezogen auf radikale Elemente: Diese Leute wissen gar nicht, was Religion eigentlich ist.
      Wie kann man so blind sein und nicht erkennen, dass uns im Katholizismus Ähnliches droht, wenn radikale, ungebildete und aggressive Elemente die Deutungshoheit übernehmen?

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    3. @ Jorge erstens mag ich diese arroganten "Ach nee, was waren die früher so blöd!" Argumente überhaupt nicht,d ie machen mich aggressiv.
      Weil, ein einfacher Blick in die Nachrichten zeigt, dass aktuell diejenigen, die ach so gerne die altvorderen anklagen (Subtext: Hätten wir damals gelebt, wäre das und das (von der Schlacht bei den Thermophylen bis zum Desaster bei der Nasa gestern, ist ein bisschen ironisch gemeint) nicht geschehen, genauso hilflos vor der Zertrümmerung Europass durch die eigene Gier und den ISlamismus stehen, wie die Altvorderen vor ihren Problemen. Wobei diese Leute sich ungeheuer originell vorkommen und vergessen, dass sich schon Jesus schwer negativ über solchen Leute geäußert hat.

      Jeder von uns hat die Aufgabe so zu streiten und zu missionieren, wie es Christus will und da bedeutet das eigene Leben geringer achten, als die Wahrheit.
      Und genau das seh ich flächendeckend in der Tat ein riesiges Versagen der Christen,weil wir, im Gegensatz zu den Altvorderen "Mit Freude habt ihr den Verlust all eurer Güter hingenommen...." noch nicht mal bereit sind, "Die Kinder anzunehmen, die Gott uns schenken will!"
      Sorum ist der Islam die Strafe Gottes.

      Es hindert Sie keiner besser zu argumentieren, aber alle Argumentation nutzt nichts, wenn man das was man argumentiert nicht lebt und darin sind wir uns sicher einig!

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  5. Was für eine ungastliche Diskussion.
    Hier versteht offenbar jeder, was er will.
    Nichts von dem von Ester oder auch dem Blogeigentümer in seinem Nachschlag Behaupteten hatte ich gesagt. Weder die Alten als blöd hingestellt noch mordende Islamisten verteidigt (wer tut denn sowas?).
    Ganz im Ggt. verwies ich auf die Alten und ihre Geschichte, um daraus zu lernen und die Struktur der Dialogverweigerung zu erkennen. Aber statt meine Lesetipps (etwa Lulls Gleichnis) ernstzunehmen, kommen wütende Reaktionen und bösartige Anwürfe des Blogeigentümers.

    Ich klage hier keine Altvorderen an, sondern ich klage Blogger wie Ester und Bellfrell an. Habt Ihr offenbar nicht bemerkt.

    Den Muslimen wird ja oft vorgeworfen, sie bezögen nicht klar Stellung und distanzierten sich nicht genügend von radikalen Elementen.
    Also machen wir es anders! Machen wir den Mund auf statt wegzuschauen, wenn Bellfrell von seinem Salzburger Sofa die Dialogverweigerung predigt und christliche Gelehrte verunglimpft. Das muss aufhören! Die Analogie zum radikalen Islam ist ja unübersehbar.

    Ihr seid hier (leider Gottes) diejenigen, die die Kampfmaschinen auspacken und einfallslos um sich schlagen, statt einfach mal zuzuhören und nachzudenken und verständig zu argumentieren. Also muss man Euch entgegentreten, und zwar klar und deutlich, weil Ihr in der Katholischen Kirche ungefähr das seid, was "Salafisten" im Islam sind. Ist doch ganz einfach. Gern übernehme ich diese unangenehme Aufgabe bestimmt nicht, aber sonst sagt ja keiner was. Euer Gerede hat in der Kirche keinen Platz.

    Hier und heute spielt sich der Kampf der Vernunft gegen die Gewalt ab: ich gegen Euch. Diese Rollenverteilung ist nicht meine, sondern Ihr selbst habt sie Euch eingebrockt und ausgesucht mit dummdreister und unverständiger Rede. In Eurem Reden steckt der Geist der Gewalt und Unvernunft, und damit fängt es an. Was im Islam passiert, ist die Fortsetzung. Ihr seid die radikalen Schwätzer, und ich will Euch stoppen, weil wir in der Kirche sowas nicht brauchen und weil solcherlei Geschwätz und die daraus resultierende Gewalt vom Teifel kommt.

    Ich hoffe, die Fronten sind damit geklärt. Ich bin für Christus, Ihr dagegen.
    Ihr könnt natürlich jederzeit die Seiten wechseln, deshalb ermahne ich Euch ja.

    Nicht nur da, wo Menschen sinnlos im Namen der Religion abgeschlachtet werden, sondern hier auf den Blogs, wo Menschen ohne Sinn und Verstand schimpfen, ohne sich zu informieren, ohne Bücher zu lesen, ohne zuzuhören, ohne nachdenklich zu werden, hier ist jetzt Einsatz gegen Gewalt und freche Diffamierung gefragt. Damit uns in unserer Kirche nicht dasselbe passiert wie bei den Moslems.

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    1. S.g. Jorge!

      Nachdem Sie sich hier also derart schlecht verstanden und behandelt fühlen, empfehle ich Ihnen, Ihren hehren katholischen Kampf gegen Blogger wie Ester und meine Wenigkeit doch auf einem eigenen Blog und von Ihrem eigenen Sofa aus weiterzukämpfen.
      Mit herzlichem Dank

      Bellfrell (zur Zeit nicht auf dem Sofa)

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    2. Aha es muss mir entgangen sein, dass die Schweizer Garde gedroht hat gen Mekka zu marschieren, und alle Frauen mit Kopftuch, die sie unterwegs trifft entweder selber zu vergewaltigen und wenn sie die Frauen danach nicht abschlachtet, an christliche Konzernchefs zum Zwecke der Eingliederung in einen Harem zu verkaufen.
      Desgleichen muss mir entgangen sein, dass es christlich ist, alles zu versklaven, bzw zu kreuzigen, was nicht bereit ist dreimal täglich den Psalter zu beten und zur täglich zur Messe zu gehen.
      Im übrigen, ist natürlich auch Jesus für die Kirche nicht länger tragbar, von wegen den Händlern im Tempel, das nur zur Klarstellung.

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