Donnerstag, 16. Oktober 2014

Der Synode sei Dank!

 

Was eine außerordentliche Synode doch so alles hervorbringt.
Da sind einmal die abwertenden Aussagen eines emeritierten Kardinal Kaspers in Richtung seiner afrikanischen Bischofskollegen, die sich da ja nicht anmaßen sollen, deutschen(!)  Bischöfen Ratschläge zu erteilen (interessanterweise hat dieser Eklat in der Systempresse bislang keinerlei Aufschrei verursacht) und dann ist da noch unser guter Kardinal Schönborn, der nach eigenen Aussagen in einem Interview mit dem “Corriere della sera” 1 - in Worten ein- homosexuelles Paar kennt, welches sich derart menschlich, christlich und vorbildlich betrage (nicht betrüge!), daß er sich tief vor ihnen verbeuge, wenn er sie denn schon nicht segnen darf.

 

 

Schönborn und Schwule

 

„Es war wunderbar, menschlich wie christlich, wie der eine sich um den anderen kümmerte.“ Und weiter: „Diese Dinge muss man anerkennen.“ Gleichzeitig wandte er sich gegen eine Verurteilung Homosexueller. (kap/red.) (Quelle)

 

Ach, Herr Kardinal!
Ich habe im Lauf meines Lebens mindestens mehr als 10 mal so viele homosexuelle Menschen kennengelernt, als dieses wunderbare eine Paar, welches Sie in ihrem Interview herausstreichen.
Sie waren alle entweder nette, blöde, intrigante, verständnisvolle, unausstehliche – ja nennen wir es halt einfach mit typisch menschlichen Eigenschaften ausgestattete Menschen und nebenbei waren/sind sie eben schwul. 

Ich kenne, wie Sie hoffentlich auch ungleich mehr Menschen, die sich menschlich wie christlich um ihre Ehepartner, Eltern, Kinder oder Freunde kümmern.
Vor denen verbeuge ich mich auch ganz tief – aber nicht weil sie heterosexuell sind sondern weil sie schlicht und einfach den Sinn des (christlichen) Lebens erfaßt haben.

Also, Herr Kardinal!
Wenn Sie sich schon vor diesem von Ihnen so demütig verehrten Paar verneigen, dann verneigen Sie sich hoffentlich vor deren positiven Eigenschaften als Menschen, aber doch nicht vor deren sexueller Orientierung oder stellen gar einen Zusammenhang(!) - welcher Art auch immer- zwischen zwei völlig unabhängigen Fakten her, nur um in einem Interview zeitgeistiges Synodengekaspere von sich zu geben.
Und was die Verurteilung homosexueller Handlungen bzw. die Nichtverurteilung homosexueller Menschen anbelangt – ein Blick in den katholischen Katechismus, den Sie ja sicherlich kennen, ist da vollkommen ausreichend und unterscheidet sich in Nichts von Ihrem medialen Statement.

Danke!


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