Sonntag, 20. Juli 2014

Der Teufel

 

 

Rottmayr-Engelsturz»…Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen;
der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein:
Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben,
und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!« Quelle

 

 

 

 

 

(Bildquelle)

 

Doch so einfach scheint es heutzutage nicht mehr zu sein.
Zum Einen hat man es sich im Lauf der Jahrhunderte “gerichtet”, wie man bei uns in Österreich zu sagen pflegt, weil man dank subjektiver Interpretationskunst und zeitgeistiger Bequemlichkeit Unangenehmes einfach negiert, in Frage stellt und politisch korrekt als tiefstes Mittelalter oder reaktionären Schwachsinn abtut, und zum Anderen lebt es sich doch viel bequemer, wenn wir uns alle uneingeschränkt und vordergründig lieb haben und vor lauter zur Schau gestellter Toleranz fast schon explodieren.
Aber daß dem nicht so ist, beweisen die vielen echten Explosionen, Attentate und kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Wochen und Monate sehr eindrucksvoll. 
Der böse Feind und seine Unkrautsöhne arbeiten nach wie vor sehr effizient.
Sie haben sich lediglich die Indolenz, die Bequemlichkeit und auch die Dummheit der Menschheit zu Nutze gemacht.
Noch nie war es so leicht für den Teufel, in aller Seelenruhe und mit derart großem Wirkungsgrad sein giftiges Unkraut zu säen.

Negiere das Böse aus vermeintlich guter Absicht und es kann ungehindert voran schreiten und auch Du selbst hast dadurch einen viel größeren Handlungsspielraum.

 

„Alle stehen wir in der Versuchung weil das Gesetz des geistlichen Lebens, unseres christlichen Lebens, ein Kampf ist: ein Kampf. Denn der Fürst dieser Welt – der Teufel – will unsere Heiligkeit nicht, er will nicht, dass wir Jesus nachfolgen. Jemand von euch, ich weiß nicht, mag vielleicht sagen: ‚Aber Pater, wie altmodisch du doch bist: im 21. Jahrhundert vom Teufel reden!’ Aber schaut zu: den Teufel gibt es! Den Teufel gibt es. Auch im 21. Jahrhundert! Und wir dürfen nicht naiv sein, ja? Wir müssen aus dem Evangelium lernen, wie gegen ihn zu kämpfen ist!“
Papst Franziskus am 11.4. 2014

 

Nein, wir dürfen nicht naiv sein und vor allem dürfen wir dem Teufel nicht in die Hand spielen, indem wir ihn ungehindert walten lassen, weil wir in unser grenzenlosen Selbstüberschätzung das Böse und das Unkraut einfach nicht mehr akzeptieren, sondern tatsächlich annehmen, es uns schon irgendwie “gefügig” machen zu können.
Beim Verkauf der eigenen Seele gibt es immer nur einen Gewinner und der heißt nach wie vor Teufel…

 


Kommentare:

  1. Nach dem, was ich gestern gelesen habe, tanzt der Teufel heute Abend besonders ausgelassen in Salzburg.
    Zitat:
    „Am Sonntag, den 20. Juli, steht im Rahmen der Salzburger Festspiele die Profanierung der berühmten Kollegienkirche auf dem Programm.

    Ein Schwerpunkt der Festspiele, die „Ouverture Spirituelle“, steht 2014 unter dem Motto „Christentum und Islam. Am Sonntag ist mit Beginn um 21 Uhr der Auftritt des islamischen Sufi-Ordens al-Gazoulia (al-Dschazuliya al-Husayniya al-Schadhiliya) aus Kairo vorgesehen, der „erstmals seine Riten und Zeremonien in einem öffentlichen Raum, bei uns in der Kollegienkirche zeigen wird.“

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  2. Wieso die Kollegienkirche als »öffentlicher Raum« bezeichnet wird und warum man »islamische Riten und Zeremonien« in einer katholischen Kirche(!) als angebracht sieht, ist mir vollkommen schleierhaft. Da hat die Salzburger Kirchenführung anscheinend etwas verschlafen?

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