Freitag, 18. Juli 2014

Dem (indirekten) Mord…

 

 

…, besser bekannt unter seinem Euphemismus “Sterbehilfe” (aktiv/passiv), soll heute in England zu einem Gesetzesentwurf und somit zu einer Legalisierung verholfen werden.

Interessanterweise befinden sich unter den Befürwortern des von Lord Charles Falconer eingebrachten Gesetzesentwurfs auch der ehemalige Primas der Anglican Church George Carey  und der emeritierte Bischof Desmond Tutu.
Wie es scheint haben diese beiden entgeistlichten geistlichen Herren bei Beendigung ihrer aktiven Zeit als Oberhirten mit ihrem Bischofsstab auch gleich ihr Gewissen und ihre Glaubensgrundsätze an den Nagel gehängt.

 

Charles and Marianne Falconer

Charles u. Marianne Falconer auf dem Weg in die Kirche zur Hochzeit eines Sohnes von Ex-Premier Tony Blair

 

 

Erzbischof George Carey und JPII

Erzbischof George Carey gemeinsam mit Papst Johannes Paul II

 

 

Und wie immer, wenn ich die ewig gleichen, fadenscheinigen Begründungen der Befürworter zum legalisierten Mord höre, vernehme ich daraus nicht eine Befriedigung der Bedürfnisse des zu tötenden Opfers, sondern eine äußerst subjektive Lebensverbesserung dessen Umfelds.
Im Klartext: Lieber ein schneller kurzer Mord, als mit dem Sterben eines Mitmenschen unangenehm konfrontiert zu werden.
Das mag ein trauriges Zeichen der heutigen egoistischen Gesellschaft sein, aber es auch noch gesetzlich mit den Stimmen von Kirchenmännern(!)  zu unterstützen, ist ein klassisches Armutszeugnis westlicher Dekadenz.

»..Angesichts jüngster Fälle von medizinischem Fortschritt, der ein schnelles und schmerzloses Lebensende bewirken könne und «angetrieben von meinem Gewissen» habe er seine Haltung in dieser Frage geändert, schrieb der 78-Jährige kürzlich in einem Zeitungsbeitrag. Während seiner Amtszeit (1991-2002) war Carey ein strikter Gegner aktiver Sterbehilfe.
Auch der emeritierte Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika plädierte für eine Legalisierung. Der 82-Jährige verwies unter anderem auf das Sterben von Nelson Mandela Ende 2013. Die ärztliche Behandlung in dessen letzten Tagen habe «geradezu gnadenlos» gewirkt und Mandela seiner Würde beraubt.« (Quelle)

Es ist schon erstaunlich, daß das heutige Google-Doodle Nelson Mandela gewidmet ist und u.a. dieses Zitat zeigt:

Mandela Doodle

 

Ja, wie wird man sich heute in England entscheiden, das Leben von anderen zu verändern?


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