Freitag, 20. Juni 2014

Fenstertag

 

Ah ja! Ein Fenstertag ist das also heute.
Kurz beim Fenster in die echte Welt  hinaus geschaut und  - sintflutartige Regenfälle.
Das Fenster zur virtuellen Welt – auch nicht viel besser: Irak, Syrien, Ukraine, EU und dann noch mittendrin ein Bericht über eine Begebenheit aus dem Schwarzwald:

Lynchjustiz 1 FAZ

(Screenshot von FAZ)

So weit sind wir also schon in Europa? Lynchjustiz? Und ein abschweifender Blick auf die im Artikel rechts positionierten Kampfstiefel und dem dezenten Hinweis auf die F.A.Z. – Sonderseite über Rechtsextremismus?

Aber nein. Nix Rechtsextremismus, diese furchtbare Tat in Neuenburg entpuppt sich mehr und mehr als Familienangelegenheit, so wie Familienangelegenheiten dieser Art in bestimmten Familien eben erledigt werden: Ohne Staat, Exekutive oder europäisches Recht.

Während wir also in der F.A.Z. noch etwas vage in rechtsextremen Hoffnungen und Spekulationen verweilen dürfen -

 

Lynchjustiz 2 FAZ

 

- raubt uns die Badische Zeitung diese Illusion relativ schnell:

-

»..Die Polizei geht davon aus, dass es sich um kein zufälliges Treffen auf dem Parkplatz gehandelt hat. Entsprechend versucht sie derzeit zu rekonstruieren, wie es zu dem Zusammentreffen auf dem Parkplatz an der Rheinbrücke kam. Wurde der gesuchte mutmaßliche Vergewaltiger auf den Parkplatz gelockt? Wie und von wem? Mit welcher Absicht? Wer hat zugeschlagen und womit. Geklärt werden muss, ob es sich von Anfang an um einen gezielten Racheakt mit Tötungsabsicht gehandelt hat oder ob ein Streit eskalierte. Die Vernehmungen liefen am Donnerstag den ganzen Tag. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen zudem Zeugen des Geschehens.
Offen blieb am Donnerstag, weshalb die Polizei nicht öffentlich nach dem 27-Jährigen gefahndet hat, der die Frau bereits am 12. Juni vergewaltigt haben soll. Die Tat wurde jedenfalls eine Woche lang nicht publik gemacht. Nach Polizeiangaben habe man dies nicht für erforderlich gehalten, denn der Tatverdächtige sei namentlich bekannt gewesen und man habe mit einem raschen Fahndungserfolg gerechnet. Vor allem sollte vermieden werden, dass über die öffentliche Fahndung Rückschlüsse auf das Opfer möglich seien, denn die Frau und der Mann kannten sich. Sie sollen aber nicht in einer engeren Beziehung gestanden haben. Sowohl die junge Frau, über deren Alter die Polizei ebenfalls keine Angaben macht, wie auch der 27-Jährige leben beziehungsweise lebten mit ihren Familien seit geraumer Zeit im Raum Müllheim, beide stammen aus dem arabischen Raum.«  (Badische Zeitung)

 

 

Ja, ich bin schockiert über diesen Fall von Lynchjustiz mitten in Deutschland, mitten in Europa, aber nein, ich wundere mich nicht darüber, wer dieses abscheuliche Verbrechen begangen hat und ich staune wieder einmal über die subversiven Manipulationsversuche diverser Medien (stellvertretend hier die F.A.Z.) , derlei Ehren- und Familienangelegenheiten herunterspielen zu wollen.

Fenstertag, ich wünschte, ich könnte das Fenster etwas fester verriegeln. 


1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die Information! Ich habe mich heute früh schon gewundert, dass unser Oberbayerisches Volksblatt keinerlei Hinweis auf einen kulturellen Hintergrund der Beteiligten gab, hatte aber noch keine Zeit selber zu recherchieren.
    Am Nachmittag brachte das ZDF einen ausführlichen Bericht, erwähnte jedoch auch mit keiner Silbe den sonst doch so wichtigen "Migrationshintergrund" der Herrschaften.
    Regnerische Grüsse nach Salzburg!

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 Spamer und Trolle werden umgehend in den Wald zurückgeschickt.

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